Ministerium: Stromausfall-TĂ€ter 'nicht abschlieĂend geklĂ€rt'
05.01.2026 - 14:13:20Eine linksextremistische Motivation sei "naheliegend", aber die Ermittlungen liefen noch, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin. "Die AuthentizitĂ€t des Bekennerschreibens ist bislang aus unserer Sicht nicht abschlieĂend geklĂ€rt." Darum kĂŒmmere sich das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz.
Auch der Generalbundesanwalt beobachte die Lage noch und habe die Ermittlungen bisher nicht ĂŒbernommen, sagte eine Sprecherin des Justizministeriums.
Berlins Innensenatorin: Linksterrorismus
Berlins Regierender BĂŒrgermeister Kai Wegner (CDU) hatte bereits am Sonntag von Terrorismus gesprochen. FĂŒr den Stromausfall im SĂŒdwesten der Hauptstadt seien "offenkundig Linksextremisten" verantwortlich. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben der "Vulkangruppe" sei authentisch, hieĂ es in der Berliner Innenverwaltung.
Innensenatorin Iris Spranger erklĂ€rte in einer Pressekonferenz: "Es kann nicht lediglich von Linksextremismus gesprochen werden. Vielmehr steht Linksterrorismus im Raum." Die TĂ€ter hĂ€tten bewusst und wissentlich in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kĂ€men, betonte die SPD-Politikerin. "Jetzt ist es wichtig, dass auch der Generalbundesanwalt hier die Ăbernahme des Verfahrens prĂŒft", so Spranger. Im Unterschied zum reinen Extremismus setze der Terrorismus zur Durchsetzung seiner verfassungsfeindlichen Ziele auch Gewalt gegen Personen und Sachen von bedeutendem Wert ein, erklĂ€rte die Senatorin. Ziel sei es, Bevölkerungsteile einzuschĂŒchtern.
Bundeswehr hilft
Im betroffenen Gebiet leistet inzwischen neben dem Technischen Hilfswerk (THW) auch die Bundeswehr Hilfe. Man stelle Dieselkraftstoff und Personal fĂŒr den Betrieb von Notstromaggregaten zur VerfĂŒgung, erklĂ€rte das Verteidigungsministerium. Im Fokus stehe die Versorgung von Pflegeeinrichtungen. Das THW ist laut Innenministerium mit 120 Helferinnen und Helfern im Einsatz. Diese betreiben unter anderem Notrufannahmestellen, NotunterkĂŒnfte und Stromversorgung an KrankenhĂ€usern, einer Tierklinik, Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Noch seien lĂ€ngst nicht alle KapazitĂ€ten ausgeschöpft, und auch Notstromaggregate gebe es ausreichend, betonte die Ministeriumssprecherin.

