HandwerksprĂ€sident: Zuschuss zum FĂŒhrerschein statt Deutschlandticket
29.11.2024 - 06:19:52"Leuten auf dem Land zu sagen: Kauft Euch ein Deutschlandticket, das verfĂ€ngt dort nicht. Denn dort fĂ€hrt oft kein Bus mehr, wenn er gebraucht wird, etwa ganz frĂŒh am Morgen, wenn man zur Baustelle oder zum Ausbildungsplatz kommen will", sagte der PrĂ€sident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dem Azubi im lĂ€ndlichen Raum wĂ€re mehr geholfen, wenn er einen Zuschuss fĂŒr den FĂŒhrerschein bekommt."
Auch die Diskussion ĂŒber das Lastenfahrrad möge im stĂ€dtischen Bereich in Kombination mit dem Ăffentlichen Personennahverkehr eine wichtige Rolle spielen. "Aber von WeiĂwasser kommt man damit nicht nach Dresden, geschweige denn können Betriebe ihre Materialien und Werkzeuge damit transportieren", sagte Dittrich, der auch PrĂ€sident des SĂ€chsischen Handwerkstages ist.
Dittrich: Gesetze noch vor Neuwahl beschlieĂen
Der Dachdeckermeister rief die rot-grĂŒne Minderheitsregierung und die Opposition dazu auf, noch vor der Bundestagswahl im Februar eine Reihe von Gesetzen im Deutschen Bundestag zu beschlieĂen. Konkret nannte er das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, das Strom- und Energiesteuergesetz, den Abbau der Kalten Progression, die Baurechtsnovelle, das Schornsteinfegergesetz und das SchwarzarbeitsbekĂ€mpfungsgesetz.
Angesichts hoher Energiepreise und der wirtschaftlichen Lage zeigte sich der HandwerksprĂ€sident skeptisch gegenĂŒber den derzeitigen Klimazielen. Man mĂŒsse sich fragen, ob man auf dem eingeschlagenen Pfad der Dekarbonisierung bleiben und dabei die WettbewerbsfĂ€higkeit erhalten könne. Die Industrie gebe derzeit die Antwort: "Es wird nicht investiert und Produktionen werden ins Ausland verlagert." Auf die Frage, ob er fĂŒr eine Verschiebung der Klimaziele sei, antwortete Dittrich: "Wir sind aktuell nicht wettbewerbsfĂ€hig. Und wenn wir die WettbewerbsfĂ€higkeit weiter schwĂ€chen, werden wir einen geringeren Beitrag zum Klimaschutz leisten können, als notwendig wĂ€re."

