Trump, MilitÀreinsatz

Trump droht mit MilitÀreinsatz gegen Proteste in Minneapolis

15.01.2026 - 15:31:01

Nach erneuten ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Demonstranten und Bundesbeamten in Minneapolis droht US-PrĂ€sident Donald Trump damit, das MilitĂ€r gegen die Proteste einzusetzen.

Er werde den sogenannten Insurrection Act nutzen, wenn sich die "korrupten Politiker" des US-Bundesstaats Minnesota nicht an das Gesetz hielten und "die professionellen Agitatoren und AufstÀndischen" nicht davon abhielten, "Patrioten" der Einwanderungsbehörde ICE anzugreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

ICE-Beamte, die in vielen demokratischen StĂ€dten wegen ihrer Razzien gegen Migranten mit teils vermummten Beamten auf Widerstand stoßen, nahm er dabei einmal mehr in Schutz. Sie versuchten nur ihre Arbeit zu machen.

Was das Gesetz im Ausnahmefall ermöglicht

Das Gesetz erlaubt dem US-PrĂ€sidenten im Ausnahmefall, das MilitĂ€r im Inland einzusetzen, um AufstĂ€nde niederzuschlagen und sich an Strafverfolgungsmaßnahmen zu beteiligen. Unter normalen UmstĂ€nden ist das in den USA nicht erlaubt. Bereits als im Sommer in Los Angeles gegen seine Migrationspolitik protestiert wurde und Trump Tausende Soldaten in die WestkĂŒstenmetropole schickte, schloss er nicht aus, das Gesetz anzuwenden.

Eine Woche nach den tödlichen SchĂŒssen eines ICE-Beamten auf eine Frau hatte jĂŒngst erneut ein Bundesbeamter einen Schuss abgegeben und einen Mann verletzt. Das Heimatschutzministerium berichtete auf X von einer eskalierten Verkehrskontrolle am Mittwochabend (Ortszeit). Der Vorfall heizte die ohnehin angespannte Stimmung in der Stadt weiter an. US-Medien berichteten von ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Demonstranten und Strafverfolgungsbeamten, die sich ĂŒber Stunden andauerten.

@ dpa.de