Arbeitszeit sinkt, PrÀmie kommt - VHH und Verdi einigen sich
06.05.2026 - 05:43:04 | dpa.deKern der Einigung im neuen Manteltarifvertrag sei eine VerkĂŒrzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 38 Stunden in zwei Schritten und bei vollem Lohnausgleich sowie die VerkĂŒrzung der maximalen DienstlĂ€nge von geteilten Diensten auf maximal 13 Stunden, teilten Verdi und die VHH mit.
1.000 Euro EntlastungsprĂ€mie fĂŒr alle VHH-BeschĂ€ftigten
Zudem werde die Zulage fĂŒr geteilte Dienste auf 15 Euro erhöht sowie ein Nachtzuschlag ab 21 Uhr statt bisher ab 22 Uhr gezahlt. Die Laufzeit des neuen Manteltarifvertrags gehe bis Ende 2029. Neben den tariflichen Verbesserungen will die VHH zusĂ€tzlich allen BeschĂ€ftigten noch in diesem Jahr insgesamt 1.000 Euro EntlastungsprĂ€mie in zwei Schritten zukommen lassen.
Die VerhandlungsfĂŒhrerin von Verdi Hamburg, Irene Hatzidimou, sagte, das Verhandlungsergebnis zeige, "dass auch in Zeiten massiver Angriffe auf die Arbeitsbedingungen trotzdem ArbeitszeitverkĂŒrzungen und Entlastung durchsetzbar sind". Ihr Kollege von Verdi Nord, Sascha BĂ€hring, sagte, es sei ein Ergebnis erzielt worden, das nach und nach zu spĂŒrbaren Entlastungen fĂŒhre.
VHH: Beide Seiten sind an ihre Grenzen gegangen
"Gemeinsam haben wir eine Lösung gefunden, die sowohl die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von vhh.mobility berĂŒcksichtigt als auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen fĂŒr unsere Mitarbeitenden bedeutet", sagte VHH-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Britta Oehlrich. Sie freue sich ĂŒber den erzielten Kompromiss, "bei dem beide Seiten an ihre Grenzen gegangen sind".
Nach der achten erfolglosen Verhandlungsrunde am 27. April hatte Verdi ein Ultimatum gestellt. Sollte die VHH nicht bis zum 3. Mai ein einigungsfÀhiges Angebot vorlegen, werde es wieder Warnstreiks geben. Diese könnten auch rund um den 837. Hafengeburtstag an diesem Wochenende stattfinden, drohte Verdi.
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