IT-Probleme schrÀnken Flugverkehr am BER ein - Betrieb lÀuft wieder an
19.07.2024 - 12:40:25"Die Systeme des Flughafens sind wieder hochgefahren und wir kehren sukzessive zum Normalbetrieb zurĂŒck", teilte eine Sprecherin mit. "Es kommt weiterhin zu Wartezeiten."
Reisestart deutlich verzögert
Wegen weltweiter IT-Probleme saĂen viele Urlauberinnen und Urlauber am BER zum Ferienbeginn ĂŒber Stunden fest. Der Flugbetrieb in Schönefeld war weitgehend zum Erliegen gekommen, wie der Flughafen mitteilte. AbflĂŒge verzögerten sich, einzelne FlĂŒge wurden demnach ganz gestrichen. "Die Abfertigung von Passagieren lief teilweise eingeschrĂ€nkt weiter. AbflĂŒge fanden eingeschrĂ€nkt statt", hieĂ es.
Lange Warteschlangen im Terminal 1
In der groĂen Halle des Terminal 1 war es am Vormittag einem dpa-Reporter zufolge sehr voll. Vor den Check-in-Schaltern bildeten sich lange Schlangen. Flughafen-Mitarbeiter verteilten Wasser. Die Anzeigetafeln funktionierten nur eingeschrĂ€nkt.
Wie lange es dauert, bis der Flugverkehr wieder wie gewohnt lĂ€uft, war gegen Mittag noch nicht absehbar. Unklar blieb zunĂ€chst auch, welche Systeme konkret betroffen waren. Eine Flughafensprecherin fĂŒhrte die Ursache fĂŒr die BeeintrĂ€chtigungen auf Probleme bei einem externen Dienstleister zurĂŒck.
Computerprobleme treffen vor allem Luftverkehr
Weltweit hatten Computerprobleme zu weitreichenden Störungen gefĂŒhrt, die vor allem den Luftverkehr betrafen. In Deutschland kam es auch am Hamburger Flughafen zu EinschrĂ€nkungen. Die niederlĂ€ndische Fluggesellschaft KLM stellte den GroĂteil des Betriebs ein. Die Störung wirkte sich auch auf den Reisekonzern Tui DE000TUAG505 und die Flugtochter Tuifly aus. Bisher gebe es aber keine FlugausfĂ€lle, sagte ein Sprecher der dpa.
In anderen LĂ€ndern wurde laut Medienberichten neben dem Luftverkehr der Betrieb von Banken und KrankenhĂ€usern gestört. Die australische Regierung berief eine Krisensitzung ein. Der Fernsehsender Sky News sendete vorĂŒbergehend kein Programm und zeigte ein Standbild.
In Berlin vor allem BER betroffen
In Berlin wiederum waren auĂer dem Flughafen ersten Erkenntnissen zufolge keine gröĂeren Einrichtungen betroffen. Sowohl der S-Bahn- als auch der Regional- und Fernverkehr der Bahn liefen ohne IT-bedingte EinschrĂ€nkungen.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) waren eigenen Angaben zufolge nicht direkt betroffen. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es am frĂŒhen Morgen aufgrund von Problemen bei Dienstleistern zu EinschrĂ€nkungen im Vertrieb kam.
Die Stadtwerke hingegen blieben von den VorgĂ€ngen verschont, ebenso der ostdeutsche Ăbertragungsnetzbetreiber 50Hertz.
Die Berliner Verwaltung sei ebenfalls nicht betroffen, teilte eine Sprecherin der Innensenatsverwaltung mit. "Wir stehen im stÀndigen Kontakt mit unseren Sicherheitsbehörden. Die Sicherheitsarchitektur funktioniert." Die Landesverwaltung im benachbarten Bundesland Brandenburg meldete ebenfalls keine IT-Störungen.
Keine Hinweise auf Cyberangriff
Aus Sicherheitskreisen in Deutschland hieà es, man gehe von einer technischen Störung infolge eines fehlerhaften Software-Updates aus. Medienberichten zufolge wurde als Auslöser ein Fehler in einem Programm-Update der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike vermutet.

