Klitschko: Wieder Heizung fĂŒr mehr Wohnblocks in Kiew
17.01.2026 - 18:06:48 | dpa.deEtwa 50 Wohnblocks seien noch ohne Heizung, schrieb er auf Telegram. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Januar war zunĂ€chst fĂŒr 6.000 HĂ€user die FernwĂ€rme ausgefallen, also die HĂ€lfte des Wohnungsbestandes.
"Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr", schrieb Klitschko. In Kiew herrscht strenger Winter mit bis zu 16 Grad Frost nachts. Viele HĂ€user sind ausgekĂŒhlt.
Erneut 50.000 Haushalte ohne Strom
Weiterhin schwierig ist die Stromversorgung der Dreimillionenstadt. In vielen Wohnungen gibt es wegen Notfallabschaltungen nur fĂŒr wenige Stunden Strom. Durch einen weiteren Luftangriff auf das Kiewer Umland in der Nacht zum Samstag sei im Vorort Butscha fĂŒr 56.000 Haushalte der Strom ausgefallen, teilte der Versorger DTEK mit. In den Vororten Browary und Boryspil gebe es Notabschaltungen. Das Winterwetter erschwere die Reparaturarbeiten.
Ebenso wurden in der Nacht Energieanlagen im sĂŒdlichen Gebiet Odessa beschossen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Aus Sicht der Ukraine versucht die russische Armee mit systematischen Angriffen auf die Infrastruktur mitten im Winter die groĂen StĂ€dte unbewohnbar zu machen.
Klitschko steht unter Druck, denn PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat ihm wegen angeblich mangelnder Vorbereitung auf eine Notlage in Kiew heftige VorwĂŒrfe gemacht. Der Ex-Boxweltmeister weist dies zurĂŒck. Zwischen Selenskyj und ihm gibt es eine alte politische Fehde.
Selenskyj will mehr Strom importieren
Der PrĂ€sident beriet mit seiner FĂŒhrung am Samstag ĂŒber die Krise der Energieversorgung und sprach nach eigenen Angaben erneut die Lage in Kiew an. Es mĂŒsse geklĂ€rt werden, wie viele HĂ€user tatsĂ€chlich noch ohne Heizung seien. Zugleich forderte er, Stromimporte in die Ukraine mĂŒssten schnell erhöht werden.
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