Nanodiag, Millionen

Nanodiag BW erhĂ€lt 15 Millionen fĂŒr molekulare Psychiatrie

11.02.2026 - 18:02:11

Ein Zukunftscluster erhĂ€lt eine hohe Bundesförderung, um Nanoporen-basierte Diagnoseverfahren in die klinische Praxis zu ĂŒberfĂŒhren und die Psychiatrie zu revolutionieren.

Der Zukunftscluster nanodiag BW erhält 15 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. Die Förderung soll die Nanoporen-Technologie in die Klinik bringen und die Diagnose psychischer Erkrankungen revolutionieren.

Das Netzwerk unter Führung der Uni Freiburg und der Hahn-Schickard-Gesellschaft will mit dem Geld die zweite, dreijährige Umsetzungsphase finanzieren. Ziel ist es, schnellere und präzisere Diagnoseverfahren für den klinischen Alltag zu entwickeln.

Wie ein winziger Scanner für Biomoleküle

Im Kern der Technologie stehen winzige Kanäle – die Nanoporen. Einzelne Biomoleküle wie DNA werden hindurchgeleitet und erzeugen dabei einen charakteristischen elektrischen Fingerabdruck. Diese Methode kann nicht nur die Erbgutsequenz lesen, sondern auch epigenetische Modifikationen identifizieren.

Diese molekularen Schalter steuern die Genaktivität und sind zentral für die Erforschung psychischer Krankheiten. Sie erklären, wie Umweltfaktoren wie Stress das Risiko für Depressionen oder Ängste erhöhen. Die neue Technologie soll es ermöglichen, solche Risikoprofile früh und präzise zu erkennen.

Vom Labor ans Krankenbett

Die Förderung zielt auf den entscheidenden Schritt ab: den Transfer aus der Forschung in die breite Anwendung. Statt nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip zu behandeln, könnten Ärzte künftig Therapien auf Basis einer detaillierten molekularen Analyse auswählen.

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Das ist eine große Hoffnung für die Psychiatrie. Fast ein Drittel der Patienten mit schweren Depressionen spricht nicht auf gängige Medikamente an. Könnte ein präziser Biomarker-Test hier den Durchbruch bringen? Die Nanoporen-Technologie soll ein umfassendes Bild der molekularen Vorgänge liefern und so die personalisierte Medizin vorantreiben.

Ein Paradigmenwechsel für die Psychiatrie

Die Investition des Bundes spiegelt einen globaler Trend wider: Krankheiten sollen nicht mehr nur anhand ihrer Symptome, sondern anhand ihrer molekularen Ursachen klassifiziert werden. Für die Psychiatrie ist das besonders transformativ.

Experten erhoffen sich davon nicht nur bessere Therapien, sondern auch eine Entstigmatisierung. Psychische Erkrankungen würden als klar definierte biologische Störungen etabliert. Langfristig könnte ein einfacher Bluttest mit Nanoporen-Technologie zum Standard werden, um die individuell beste Behandlung zu finden.

@ boerse-global.de

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