NASDAQ 100, Nasdaq heute

NASDAQ 100 bricht unter SMA20 - BĂ€risches Chartbild dominiert nach 3,34% Verlust seit Jahresbeginn

20.03.2026 - 08:14:56 | ad-hoc-news.de

Der NASDAQ 100 Index fiel gestern auf 24.391 Punkte und notiert nun unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Analysten sehen weiteren AbwĂ€rtsdruck, solange der SMA20 bei 24.536 Punkten als Widerstand hĂ€lt - Relevanz fĂŒr DACH-Investoren in Tech-ETFs.

NASDAQ 100,  Nasdaq heute,  US-Tech-Aktien - Foto: THN
NASDAQ 100, Nasdaq heute, US-Tech-Aktien - Foto: THN

Der NASDAQ 100 Index schloss gestern bei 24.391 Punkten mit einem RĂŒckgang von 0,14 Prozent. Der Index hat nun alle wichtigen gleitenden Durchschnitte unterschritten, was ein klares bĂ€risches Signal fĂŒr den kurzfristigen Ausblick sendet.

Der Abstieg folgt auf einen Verlust von 1,43 Prozent am Vortag und markiert seit Jahresbeginn einen kumulierten RĂŒckgang von 3,34 Prozent. Dieses Chartbild zwingt Trader zu einer Neubewertung der Tech-lastigen Werte.

Stand: 20.03.2026

Dr. Markus Lehmann, Chefanalyst US-Tech-MĂ€rkte. Spezialist fĂŒr NASDAQ 100 Futures und Wachstumsaktien-Positionierung.

Technische Bruchlinie: Unter SMA20 und SMA50

Das Stundenchart des NASDAQ 100 zeigt eine klare Verschlechterung. Der Index fiel unter die 20-Tage-SMA bei 24.536 Punkten und scheiterte an der Stabilisierung um die 50- und 200-Tage-SMA bei etwa 24.693 Punkten. Alle relevanten Durchschnitte liegen nun oberhalb des aktuellen Kurses.

Diese Unterkante signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck. Solange der NASDAQ 100 unter der SMA20 bleibt, bleibt die Prognose bĂ€risch. Mögliche UnterstĂŒtzungszonen liegen bei 24.275 bis 24.260 Punkten, gefolgt vom Monatstief.

Im ĂŒbergeordneten Zeitrahmen wiederholt sich das Muster: Mehrfaches Scheitern an der 200-Tage-SMA bei 24.892 Punkten und RĂŒckfĂ€lle unter SMA20 und SMA50. Der Index notiert derzeit unter allen Linien, was den Widerstand der SMA200 verstĂ€rkt.

Auslöser: Ölpreise und Gewinnmitnahmen belasten Tech

Steigende Ölpreise drĂŒcken auf den Aktienmarkt, wie HĂ€ndler beobachten. US-Aktienfutures gaben vorbörslich nach, wĂ€hrend Öl anstieg. Dies belastet besonders energieempfindliche Sektoren im NASDAQ 100-Kontext.

ZusĂ€tzlich Gewinnmitnahmen bei Micron nach starken Zahlen, aber hohen Investitionen. Der Halbleiterwert fiel, was den Sektor-SchwĂ€chepunkt unterstreicht. Top-Flops im Index zeigten RĂŒckgĂ€nge bis zu 3 Prozent.

Der Russell 2000, als Small-Cap-Benchmark, fiel intraday um 10 Prozent vom Hoch und notiert zuletzt 1,1 Prozent im Minus. Dies deutet auf breiten Risikoaversion hin, die den NASDAQ 100 verstÀrkt trifft.

Marktbreite: NASDAQ 100 vs. S&P 500 und Dow

Der NASDAQ 100 unterperformt derzeit den S&P 500, da Megacap-Tech den Druck aushĂ€lt, aber mittelgroße Werte nachgeben. Der Dow Jones zeigt relative StabilitĂ€t durch Value-Anteile, wĂ€hrend Growth im NASDAQ 100 leidet.

Top-Performer im Index stiegen bis zu 7 Prozent, was auf selektive Rotation hinweist. Dennoch dominiert der GesamtrĂŒckgang, mit Flops bei -3 Prozent. Die Konzentration auf wenige Megacaps macht den Index anfĂ€llig fĂŒr Sektor-Rotationen.

DACH-Relevanz: Tech-ETFs und Euro-Dollar-Druck

FĂŒr Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet der NASDAQ 100-RĂŒckgang direkte Auswirkungen auf gĂ€ngige ETFs wie den iShares NASDAQ 100 UCITS ETF. Der schwache US-Dollar verstĂ€rkt Verluste in Euro gerechnet.

EuropÀische Tech-Aktien, etwa in Deutschland bei Infineon oder ASML in den Niederlanden, zeigen Read-across-Effekte. Der DAX schloss nach EZB-Entscheidung tiefrot, was die globale Risikoaversion unterstreicht.

Schweizer Investoren mit Fokus auf Growth-ETFs sehen erhöhte VolatilitĂ€t. Die Korrelation zu US-Tech macht defensive Positionierung ratsam, bis SMA20-RĂŒckeroberung.

Futures und Intraday-Ausblick

NASDAQ 100 Futures deuten auf weiteren Druck hin, mit Zielen bei 24.275 Punkten. Erholung nur bei RĂŒcklauf zur SMA20 möglich, was Momentum Richtung SMA50 auslösen könnte.

Short-Szenarien sehen Ziele bis 24.158 Punkte. Bullische Wahrscheinlichkeit liegt bei 60 Prozent nur bei Stabilisierung ĂŒber 24.408 Punkten. Tagesrange: Oberseite 24.523, Unterseite 24.242.

Heutige Quartalszahlen von Unternehmen wie denen in der Übersicht könnten VolatilitĂ€t verstĂ€rken, sind aber nicht index-dominierend.

Risiken und Katalysatoren vor dem Wochenende

Ölpreise bleiben Monitor-Faktor, da sie Inflationserwartungen schĂŒren und Fed-Pausenwahrscheinlichkeit mindern. Treasury-Renditen könnten steigen, was Growth-Valuations weiter belastet.

KI-News wie Metas Rollout oder Accenture-Microsoft-Deals bieten Sektor-UnterstĂŒtzung, wirken aber derzeit ĂŒberlagert vom technischen Bruch. Halbleiter wie Elmos-VerkaufsgerĂŒchte signalisieren Konsolidierung.

Der aktuelle Stand erfordert Vorsicht vor dem Wochenende. Eine Erholung ĂŒber SMA20 wĂŒrde bullische Signale aktivieren, bleibt aber unwahrscheinlich ohne starke Katalysatoren.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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