Nato-Chef, Revolution

Nato-Chef fordert 'Revolution' in der Verteidigungsindustrie

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 13:25 Uhr, dpa.de

Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte fordert angesichts der Bedrohungen durch LÀnder wie Russland, China und Nordkorea eine "Revolution" in der transatlantischen Verteidigungsindustrie.

"Das Summen der Maschinen muss zu einem Dröhnen werden", sagte der NiederlĂ€nder am Rande des diesjĂ€hrigen BĂŒndnisgipfels in der TĂŒrkei. Das klinge dramatisch, sei aber machbar.

Als konkrete Schritte fĂŒr die Revolution nannte Rutte unter anderem weitere langfristige Bestellungen, Investitionen und BĂŒrokratieabbau. Gleichzeitig mĂŒsse aber die Industrie bereit sein, mehr Risiken einzugehen. "Die Nachfrage ist da, und das wissen Sie", sagte er an Vertreter der Verteidigungsindustrie gerichtet.

2.000 Fußballfelder ProduktionsflĂ€che

Zugleich verwies Rutte auf in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte. "Allein im vergangenen Jahr haben wir gesehen, dass 37 Milliarden Dollar in die StĂ€rkung unserer verteidigungsindustriellen Basis investiert wurden", erklĂ€rte er. So gebe es zusĂ€tzliche ProduktionsflĂ€che in der GrĂ¶ĂŸe von mehr als 2.000 Fußballfeldern.

Als ein konkretes Positivbeispiel nannte Rutte zudem die Munitionsproduktion. "Unseren Prognosen zufolge wird das BĂŒndnis bis zum kommenden Jahr in der Lage sein, jĂ€hrlich rund vier Millionen Artilleriegeschosse zu produzieren", sagte er. Dies entspreche fast einer Verdopplung im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Den Wert von am Rande des Gipfels angekĂŒndigten RĂŒstungsprojekten bezifferte Rutte auf mehrere Dutzend Milliarden Dollar.

Kooperation von China und Russland beunruhigt

Zu den Bedrohungen sagte Rutte, Russland stecke fast die HĂ€lfte seines Staatshaushalts in seine Kriegsmaschinerie, und die Verteidigungsindustrie arbeite rund um die Uhr. Zudem bauten China und Nordkorea ihre nuklearen FĂ€higkeiten aus, und auch beim Iran mĂŒsse man trotz der Angriffe der USA wachsam bleiben. "Diese LĂ€nder arbeiten zunehmend zusammen", sagte Rutte. "Das sollte uns alle beunruhigen."

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