Rutte zieht Gipfelbilanz: BĂŒndnis ist stĂ€rker als je zuvor
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 16:17 Uhr, dpa.de"Dieser Gipfel hat gezeigt, dass das BĂŒndnis stĂ€rker ist als je zuvor: ein BĂŒndnis, das geschlossen ist und bereit, jeden Zentimeter unseres Territoriums zu verteidigen", sagte der NiederlĂ€nder in der Abschlusspressekonferenz.
Als Beleg wertete er, dass die VerbĂŒndeten in der GipfelerklĂ€rung ihr Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des BĂŒndnisvertrags bekrĂ€ftigen. "Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle", sagte Rutte. Im Fall der FĂ€lle werde man zusammenstehen.
BĂŒndnis wird modernisiert
Mit Blick auf Trumps Kritik an der Lastenteilung im BĂŒndnis verwies Rutte darauf, dass sich die Staats- und Regierungschefs darauf verstĂ€ndigt hĂ€tten, das BĂŒndnis zu modernisieren und fĂŒr die Zukunft aufzustellen. "Das bedeutet: ein stĂ€rkeres Europa in einer stĂ€rkeren Nato - mit europĂ€ischen VerbĂŒndeten und Kanada, die gemeinsam mit den Vereinigten Staaten mehr Verantwortung fĂŒr die Verteidigung des BĂŒndnisses ĂŒbernehmen", sagte er.
Genau darum gehe es bei der sogenannten Nato 3.0: um ein BĂŒndnis, das sich weiter anpasse, und um ein BĂŒndnis, das weiter liefere, um eine Milliarde Menschen zu schĂŒtzen.
Trump poltert gegen Alliierte
Trump hatte zuvor mit öffentlicher Kritik an VerbĂŒndeten Hoffnungen auf ein geschlossenes Auftreten beim Gipfel enttĂ€uscht. Trump kĂŒndigte so am Rande des Treffens an, die Handelsbeziehungen mit Spanien wegen fehlender UnterstĂŒtzung im Iran-Krieg zu beenden. Auch Deutschland zĂ€hlte er wieder zu den LĂ€ndern, die die USA im Stich gelassen hĂ€tten.
Rutte erklĂ€rte dazu, dass sich Trump bei Gipfelberatungen hinter verschlossenen TĂŒren anders gegeben habe. "Ich kann Ihnen sagen, dass ich im Raum erlebt habe, wie 32 Staats- und Regierungschefs zusammenstanden", sagte er. "Das war ein auĂergewöhnlich starkes GefĂŒhl der Geschlossenheit. Eine solche Einigkeit habe ich in der jĂŒngeren Vergangenheit nicht erlebt."
