NEO Battery Materials Aktie: Assetta reserviert 10.000 Zellen
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 09:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Übergang zur kommerziellen Fertigung erweist sich für NEO Battery Materials als schmerzhaft. Erste Umsätze reichen bisher nicht aus, um die hohen operativen Kosten zu decken. Die Folge: Anleger ziehen die Reißleine und schicken das Papier auf Talfahrt.
Skalierungskosten belasten die Bilanz
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 verzeichnete der Spezialist für Silizium-Anodenmaterialien einen Umsatz von rund 179.000 Kanadischen Dollar (CAD). Da die Produktion gerade erst von der Pilotphase in den kommerziellen Betrieb wechselt, blieb unter dem Strich ein Bruttoverlust von gut 643.000 CAD stehen. Das Management führt dies auf die schwankende Auslastung in dieser frühen Phase zurück. Die aktuellen Mengen genügen noch nicht, um die fixe Kostenbasis des Betriebs aufzufangen. Dennoch geht die Unternehmensführung davon aus, dass sich diese Lücke mit steigenden Produktionsvolumina schließen wird.
Finanzieller Puffer und Drohnen-Offensive
Immerhin verbesserte sich die Cash-Position massiv. NEO Battery Materials verfügt nun über liquide Mittel von rund 3,4 Millionen CAD. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einer Steigerung um mehr als das Fünfzigfache. Dieses Kapital sichert vorerst den finanziellen Spielraum für weitere Zertifizierungen und die geplante Skalierung der Anlagen.
Parallel dazu rücken die Sektoren Verteidigung, Drohnen und Robotik in den Fokus. Das Unternehmen meldete erste Kaufaufträge von drei Herstellern aus Japan und Korea für Testzwecke. Mit dem südkoreanischen Partner Assetta Inc. steht zudem der erste öffentliche Kunde fest. Dieser unterzeichnete eine Kapazitätsreservierung für 10.000 Batteriezellen. Durch die neue "Korea Certification" für das 11,5-Ah-Produkt ist der Weg in den südkoreanischen Markt nun offiziell frei.
Fokus auf westliche Lieferketten
CEO Spencer Huh setzt darauf, die globale Nachfrage nach Batterie-Komponenten außerhalb Chinas zu bedienen. NEO agiert dabei auch als Auftragsfertiger für US-Batterieentwickler, die an der NASDAQ gelistet sind. Weitere Abkommen dieser Art befinden sich laut Management bereits in der Vorbereitung. Damit will das Unternehmen die Auslastung seiner Kapazitäten schneller vorantreiben.
Die Börse reagierte am Dienstag mit einem Kurssturz von über zehn Prozent auf 0,1605 Euro. Damit notiert die Aktie gefährlich nahe an ihrem Jahrestief von 0,1600 Euro. Der Markt gewichtet die anhaltenden Anlaufverluste derzeit schwerer als die operativen Fortschritte im Drohnensegment.
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