Netflix Aktie: UnverfÀlschte MarktgesprÀche
28.01.2026 - 10:09:31Die Netflix-Aktie notiert nahe dem Jahrestief, und die Einschätzungen der Analysten gehen deutlich auseinander. Während Freedom Capital Markets den Titel nach dem jüngsten Kursrückgang hochstuft, wird er bei LBBW gleichzeitig vorsichtiger beurteilt. Im Zentrum steht der geplante Milliardenkauf von Warner Bros. Discovery – Chance und Risiko zugleich.
Gegensätzliche Analystenurteile
Am Dienstag schloss die Aktie bei 85,51 US‑Dollar und liegt damit klar unter dem 52‑Wochen-Hoch von über 134 US‑Dollar. Freedom Capital sieht auf diesem Niveau Bewertungspotenzial und stufte auf „Buy“ hoch. Das neue Kursziel liegt bei 104 US‑Dollar.
Begründet wird dies mit einer aus Sicht des Hauses soliden operativen Entwicklung. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete Netflix starkes Wachstum bei den Abonnenten und im Werbegeschäft. Für das Gesamtjahr 2025 meldete der Konzern ein Umsatzplus von 16 Prozent.
LBBW geht den entgegengesetzten Weg. Die Analysten senkten ihr Kursziel auf 94 US‑Dollar und stuften die Aktie auf „Hold“ ab. Im Mittelpunkt der Skepsis steht der geplante Großdeal mit Warner Bros. Discovery. LBBW verweist auf erhöhte Risiken für die Bilanz sowie auf mögliche Hürden durch Wettbewerbsbehörden.
Warner-Deal unter der Lupe
Im Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery (WBD) kam es bereits Anfang Januar zu einer wichtigen Weichenstellung. Der Verwaltungsrat von WBD lehnte ein konkurrierendes Übernahmeangebot von Paramount Skydance über 108,4 Milliarden US‑Dollar ab.
Stattdessen bestätigte das Gremium seine Unterstützung für die bestehende Vereinbarung mit Netflix. Diese sieht einen reinen Barpreis von 83 Milliarden US‑Dollar vor. Nach Darstellung des Verwaltungsrats bietet dieser Deal eine höhere Umsetzungssicherheit und passe strategisch besser zum Unternehmen.
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Genau diese geplante Fusion sorgt nun für intensive Prüfung durch die Politik und die Wettbewerbsaufsicht. In Washington rückt der Vorgang in den Fokus: Der Kartellunterausschuss des US-Senats hat für den 3. Februar eine Anhörung angesetzt. Dort sollen die wettbewerblichen Folgen einer Kombination aus der großen Netflix-Abonnentenbasis und der umfangreichen Warner‑Inhaltsbibliothek beleuchtet werden.
Inhaltsoffensive mit Sony
Parallel zu den Fusionsplänen baut Netflix sein Content-Portfolio unabhängig vom Warner-Deal weiter aus. Am 15. Januar gab das Unternehmen einen globalen Pay‑1-Lizenzvertrag mit Sony Pictures bekannt.
Die exklusive, mehrjährige Vereinbarung sichert Netflix die Auswertungsrechte für große Sony-Kinofilme weltweit nach deren Kino- und Home-Entertainment-Phase. Branchenbeobachter schätzen den Wert des Deals auf über 7 Milliarden US‑Dollar. Damit sichert sich Netflix eine planbare Zufuhr hochwertiger Inhalte – ein strategischer Puffer, falls sich die Warner-Übernahme verzögert oder nicht zustande kommt.
Wichtige Kennzahlen im Überblick
- Schlusskurs gestern: 85,51 US‑Dollar
- Analystenaktionen (gestern): Freedom Capital (Hochstufung auf „Buy“, Ziel 104 US‑Dollar), LBBW (Abstufung auf „Hold“, Ziel 94 US‑Dollar)
- Konsens-Kursziel: rund 116 US‑Dollar (Durchschnitt jüngster Schätzungen)
- Nächster wichtiger Termin: Anhörung des US-Senatskartellausschusses am 3. Februar
- Q4 2025 Umsatz: ca. 12,05 Milliarden US‑Dollar, EPS: 0,56 US‑Dollar
Ausblick auf die nächsten Wochen
Die weitere Kursentwicklung dürfte vor allem von zwei Faktoren geprägt werden: dem politischen und regulatorischen Echo auf die geplante Warner-Übernahme sowie der Frage, ob Netflix das Wachstumstempo bei Abonnenten und Werbung halten kann. Ein zentrales Etappenziel ist dabei die Anhörung in Washington Anfang Februar, bei der sich erste Hinweise auf die Haltung der Wettbewerbshüter zum Mega‑Deal abzeichnen dürften.
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