Netflix Aktie: Wende in Sicht?
27.01.2026 - 03:09:33Nach einer sechstägigen Verlustserie versucht der Streaming-Riese heute den Befreiungsschlag. Die Aktie notiert aktuell bei rund 86 US-Dollar und kämpft um eine Bodenbildung. Während eine Hochstufung für neuen Optimismus sorgt, drücken massive Übernahmespekulationen und signifikante Insiderverkäufe weiterhin auf die Stimmung. Können die starken Wachstumsprognosen die Skepsis am Markt überwinden?
Analysten uneinig über Bewertung
Den wichtigsten Impuls liefert heute Phillip Securities. Analystin Helena Wang stufte das Papier von „Sell“ auf „Accumulate“ hoch und hob das Kursziel von 95 auf 100 US-Dollar an. Sie begründet das Aufwärtspotenzial von über 16 Prozent mit der dominanten Marktstellung im Video-on-Demand-Sektor und der starken Preissetzungsmacht des Konzerns. Trotz der jüngsten Turbulenzen sei Netflix strukturell bestens für langfristiges Wachstum aufgestellt.
Doch das Bild ist keineswegs einheitlich. Citic Securities senkte sein Kursziel heute auf 95 US-Dollar und rät lediglich zum Halten. Im scharfen Kontrast dazu steht Wedbush: Die Analysten bleiben bei ihrem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 115 US-Dollar. Ihr Hauptargument ist das Werbegeschäft, dessen Umsatz sich von 1,5 Milliarden im Jahr 2025 auf 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 verdoppeln soll.
Starke Zahlen treffen auf Übernahmerisiko
Fundamental untermauert wird die Bewertung durch solide Q4-Zahlen. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn pro Aktie mit 0,56 US-Dollar die Erwartungen übertraf. Auch die Abonnentenzahl wuchs bis Ende 2025 auf beeindruckende 325 Millionen an.
Belastend wirken jedoch die anhaltenden Verhandlungen um Warner Bros. Discovery. Berichten zufolge liegt ein überarbeitetes Barangebot von 27,75 US-Dollar je Aktie auf dem Tisch. Der Markt preist hier deutliche Risiken ein: Die Transaktion würde schätzungsweise 8,2 Milliarden US-Dollar an neuen Schulden erfordern. Zudem drohen im Falle eines Scheiterns hohe Strafzahlungen. Diese kapitalintensiven Aussichten trugen maßgeblich zum Kursrückgang von rund 11,4 Prozent im vergangenen Jahr bei.
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Stimmung und Insider-Aktivitäten
Auch technische Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild. Zwar überwiegen am Optionsmarkt die Kaufoptionen (Calls), doch die gestiegene implizite Volatilität deutet auf wachsende Nervosität hin. Händler sichern sich zunehmend gegen weitere Kursverluste ab. Ein weiteres Warnsignal für Anleger: In den letzten 90 Tagen trennten sich Insider von Aktien im Wert von rund 173 Millionen US-Dollar.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 27,6 auf Basis der 2026er-Schätzungen ist die Aktie ambitioniert bewertet. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt zwar bei rund 117 US-Dollar, doch die Diskrepanz der Meinungen ist groß. Entscheidend wird der nächste Quartalsbericht im April sein. Dann muss sich zeigen, ob das prognostizierte Werbewachstum stark genug ist, um die finanziellen Risiken der aggressiven Expansionsstrategie auszugleichen.
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