Tank-Regel, Reiche

Neue Tank-Regel schon nÀchste Woche? Reiche dÀmpft Erwartung

Veröffentlicht am: 12.03.2026 um 15:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche dĂ€mpft Erwartungen an eine EinfĂŒhrung der neuen Regel fĂŒr Tankstellen bereits in der kommenden Woche.

Die CDU-Politikerin sagte bei der Eröffnung des neuen Heizwerks Memmingen-Benningen in Bayern: "Wir suchen derzeit ein TrÀgergesetz, also Gesetzgebung muss auch schon noch ordentlich erfolgen."

DarĂŒber werde mit den Koalitionsfraktionen gesprochen, geplant seien FristverkĂŒrzungen. "Ein TrĂ€gergesetz, ob das in der nĂ€chsten Woche schon stattfinden kann, kann ich Ihnen nicht sagen", sagte Reiche. "Aber die Aufgabe besteht darin, so schnell wie möglich, aber eben auch keine Fehler bei der Gesetzgebung machen."

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Tankstellen kĂŒnftig nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dĂŒrfen. Das soll preisdĂ€mpfend wirken. "TrĂ€gergesetz" bedeutet, dass die Änderung der Tankregel an einen anderen Gesetzentwurf angehĂ€ngt wird, um Zeit zu sparen.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, hatte der "Bild"-Zeitung gesagt: "Jetzt muss diese Einmal-tĂ€glich-Regel schnell umgesetzt werden. Wenn möglich, schon in der kommenden Woche." Reiche hatte am Dienstag gesagt, das neue Modell solle so rasch wie möglich eingefĂŒhrt werden.

BranchenverbÀnde warnen vor Eingriffen in Preisbildung

"EinschrĂ€nkungen bei der Preisgestaltung wĂŒrden den Wettbewerb schwĂ€chen statt stĂ€rken", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Bundesverbands Freier Tankstellen, des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie und des Zentralverbands des Tankstellengewerbes. Die Preisbildung an Tankstellen folge marktwirtschaftlichen Mechanismen.

"Preise reagieren auf Einkaufskosten, Wettbewerb und Nachfrage. Wenn sich Einkaufspreise Ă€ndern, werden diese Entwicklungen auch an der ZapfsĂ€ule weitergegeben - nach oben wie nach unten." Gerade diese Dynamik sorge dafĂŒr, dass Verbraucher und Verbraucherinnen im Tagesverlauf hĂ€ufig gĂŒnstigere Preise finden könnten.

Nach Eingriffen in den freien Markt seien die Preise nicht unbedingt niedriger als vorher, sie schwankten nur weniger, heißt es von den VerbĂ€nden. Mehr als die HĂ€lfte des Kraftstoffpreises entfalle auf Steuern und Abgaben: "Wer Kraftstoffpreise dauerhaft senken will, muss ĂŒber staatliche Preisbestandteile sprechen - nicht ĂŒber Eingriffe in den Wettbewerb."

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