BĂŒndnis, Raketenabwehr

Neues BĂŒndnis fĂŒr Raketenabwehr - Europa stĂ€rkt Ukraine

Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 18:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Ukraine haben sich Deutschland, Frankreich und sieben weitere LĂ€nder mit der Ukraine in einer neuen Koalition zur Raketenabwehr zusammengeschlossen.

"Angesichts der ballistischen Bedrohung treffen wir eine klare Entscheidung: Wir schĂŒtzen die Ukraine, stĂ€rken unsere gemeinsame Sicherheit und bauen ein Europa der Verteidigung auf", sagte Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron nach der GrĂŒndung der rein defensiven Koalition gegen ballistische Raketen in Paris.

"Mit der GrĂŒndung der Raketenabwehr-Koalition stĂ€rken wir die FĂ€higkeiten, die Europa benötigt", sagte Macron. Beteiligt sind außerdem DĂ€nemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden sowie Großbritannien. Ziel des neuen BĂŒndnisses ist eine industrielle Zusammenarbeit, um bestehende Raketenabwehrsysteme zu ergĂ€nzen.

"Durch die BĂŒndelung unserer industriellen Verteidigungsbasis, unserer Forschung und unserer operativen Erfahrung ist es unser Ziel, eine gemeinsame AbwehrkapazitĂ€t gegen ballistische Raketen fĂŒr Europa aufzubauen und relevante unterstĂŒtzende AktivitĂ€ten zu fördern", hieß es in einer ErklĂ€rung.

Ukraine entwickelt eigenes Abwehrsystem

Wie der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj vor dem Pariser Treffen sagte, geht es um den Aufbau eines neuen Raketenabwehrsystems. Die Ukraine arbeitet an einem eigenen System namens Freyja, das eine kostengĂŒnstige und leistungsfĂ€hige Alternative zum Patriot-System darstellen soll.

Selenskyj bemĂŒht sich nach KrĂ€ften darum, neue Munition fĂŒr die Patriot-Flugabwehrsysteme seines Landes von den Partnern zu bekommen. Sie sind die wirksamste Abwehrwaffe gegen Russlands ballistische Raketen. Doch die Lenkflugkörper PAC-3 sind knapp, die Produktion in den USA lĂ€uft langsam.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte der Ukraine beim Nato-Gipfel in Ankara eine Lizenz zum Bau von Munition fĂŒr das Flugabwehrsystem Patriot in Aussicht gestellt. Doch das ist eine langfristige Lösung, aktuell ist die Munition vor Ort knapp, und Russland nutzt dies aus.

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