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AKTIE IM FOKUS 2: Tesla sacken deutlich ab - Trump droht Musk

05.06.2025 - 22:10:29

NEW YORK - Die zunehmende Konfrontation zwischen Donald Trump und Tech-MilliardÀr Elon Musk hat am Donnerstag die Aktien von Tesla US88160R1014 absacken lassen.

(neu: Analystenstimme, Kurse aktualisiert, mehr Hintergrund.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die zunehmende Konfrontation zwischen Donald Trump und Tech-MilliardĂ€r Elon Musk hat am Donnerstag die Aktien von Tesla US88160R1014 absacken lassen. Nach einem Minus von bis zu knapp 18 Prozent verloren die Titel des Elektroautobauers mehr als 14 Prozent auf knapp 285 US-Dollar. Damit fielen sie deutlich unter die fĂŒr den kurzfristigen Trend wichtige 21-Tage-Linie, die ihnen zuletzt noch Halt gegeben hatte, und waren abgeschlagenes Schlusslicht im Nasdaq 100 US6311011026. Seit Jahresbeginn betrĂ€gt der Wertverlust schon 29,5 Prozent. Der technologielastige Auswahlindex hat in diesem Zeitraum um 2,6 Prozent zugelegt.

Der US-PrĂ€sident drohte Musk, ihm staatliche AuftrĂ€ge sowie Subventionen zu entziehen. Musk ist nicht nur Chef und GroßaktionĂ€r von Tesla, sondern unter anderem auch noch Leiter des Raumfahrtunternehmens SpaceX. Die beiden bis vor kurzem engen VerbĂŒndeten Trump und Musk haben sich wegen Trumps SteuersenkungsplĂ€nen zerstritten. Mit seinen aktuellen Aussagen reagierte Trump auf Musks heftige öffentliche Kritik.

Gerade als Tesla-Investoren auf eine Phase der politischen Ruhe gehofft hĂ€tten, habe Musk einen neuen Wortkrieg begonnen, "diesmal mit genau dem Mann, den er so vehement unterstĂŒtzt hat - PrĂ€sident Trump", kommentierte Aktienanalyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown. "Ein Investment in Tesla ist nichts fĂŒr schwache Nerven", so sein Fazit. Denn das Unternehmen habe schon mit genug internen Problemen wie enttĂ€uschenden Absatzzahlen und einem beschĂ€digten Markenimage zu kĂ€mpfen.

Der Tech-MilliardĂ€r hatte im Streit um ein von Trump vorangetriebenes Steuergesetz Kongressmitgliedern der Republikanischen Partei nahegelegt, sich ihm und nicht dem US-PrĂ€sidenten anzuschließen. "Trump hat noch dreieinhalb Jahre als PrĂ€sident - und mich wird es noch mehr als 40 Jahre geben", schrieb er als "Denkanstoß" fĂŒr die Parlamentarier bei seiner Online-Plattform X.

Trump gab danach jede ZurĂŒckhaltung gegenĂŒber Musks tagelanger Kritik auf. Der Tesla-Chef sei "verrĂŒckt geworden", schrieb Trump auf der Online-Plattform Truth Social. Auslöser sei gewesen, dass in dem Steuer- und Ausgabenplan die Subventionen fĂŒr Elektrofahrzeuge gekĂŒrzt worden seien.

Trump drohte mit finanziellen Konsequenzen fĂŒr Musks Unternehmen. "Der einfachste Weg, in unserem Haushalt Milliarden und Milliarden Dollar einzusparen, ist, Elons Regierungs-Subventionen und -VertrĂ€ge zu kĂŒndigen", schrieb der PrĂ€sident. Er habe sich schon immer gewundert, dass sein VorgĂ€nger Joe Biden das nicht getan habe.

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