AKTIE IM FOKUS 2: Netflix dÀmmen Verluste etwas ein - EnttÀuschender Ausblick
21.01.2026 - 16:25:03(neu: Kursentwicklung)
NEW YORK (dpa-AFX) - Ein enttĂ€uschender Margenausblick hat am Mittwoch die Netflix-Aktien US64110L1061 belastet. Im etwas erholten Gesamtmarkt sackten die Titel des Streaminganbieters im frĂŒhen Handel bis auf den tiefsten Stand seit November 2024 ab, verringerten anschlieĂend aber die AbschlĂ€ge auf zuletzt noch 2,6 Prozent bei einem Kurs von 85 US-Dollar ab. Der technologielastige Leitindex Nasdaq 100 US6311011026 legte zeitgleich um 0,8 Prozent zu.
Netflix hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss Zahlen fĂŒr das vierte Quartal vorgelegt. Der Bericht bot nach EinschĂ€tzung von Jefferies-Fachmann James Heaney etwas fĂŒr Optimisten und etwas fĂŒr Pessimisten. Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown kommentierte, das Quartal sei eigentlich stark gewesen.
"Doch die MĂ€rkte blicken nicht lange in den RĂŒckspiegel", betonte Britzman mit Verweis auf den Ausblick, der vor allem margenseitig wegen steigender Kosten enttĂ€uscht habe. Analyst Peter Supino von Wolfe Research schrieb, dies schĂŒre Bedenken am Vorhaben, das Streaming- und StudiogeschĂ€ft des Medienkonzerns Warner Brothers Discovery US9344231041 zu ĂŒbernehmen.
Der AbwĂ€rtstrend bei den Papieren erhĂ€lt damit neuen Schub, denn die Aktien haben seit ihrem Rekordhoch vom Juni bislang mehr als ein Drittel verloren. Dies wurde in den vergangenen Wochen stark mit den ĂbernahmeplĂ€nen in Zusammenhang gebracht. Weil das Netflix-Management den milliardenschweren Warner-Kauf inzwischen komplett bar stemmen will, soll vorerst auch das bereits laufende AktienrĂŒckkaufprogramm ausgesetzt werden.
Markus Leistner von der DZ Bank hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass die kostspielige Ăbernahme nun im Kurs mehr als eingepreist ist. Er geht davon aus, dass sich Netflix im Bieterstreit durchsetzt und dabei ZugestĂ€ndnisse an die Kartellbehörden machen muss. Er bestĂ€tigte seine Kaufempfehlung mit dem HInweis, dass ein Unterhaltungsgigant mit einem "Content-Imperium" entstĂŒnde, sofern die Integration reibungslos gelinge.

