AKTIE IM FOKUS 3: Intel nach guten Resultaten deutlich höher
24.10.2025 - 22:40:03(neu: Schlusskurs)
NEW YORK (dpa-AFX) - Intel-AktionĂ€re US4581401001 haben am Freitag nach der Veröffentlichung eines respektablen Quartalsberichts des Chipkonzerns nicht lange Grund zu Freude gehabt. WĂ€hrend das Papier im frĂŒhen GeschĂ€ft noch um knapp acht Prozent auf ein Rekordhoch bei 41,12 US-Dollar zugelegte hatte, gingen sie nur mit einem leichten Aufschlag aus dem Handel. Zwischenzeitlich waren sie sogar ins Minus abgesackt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie aber um gut 90 Prozent zugelegt.
Intel hatte es im vergangenen Quartal in die Gewinnzone geschafft, unter anderem weil sich die roten Zahlen in der Fertigung verringerten. Der Chipkonzern verbuchte einen Ăberschuss von 4,1 Milliarden US-Dollar nach einem Verlust von 16,6 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. "Positiv ist, dass die Zahlen auf den ersten Blick etwas sauberer ausgefallen sind, als wir es gewohnt sind", schrieb Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research.
Am Markt wurde auch von einer optimistischen Umsatzprognose fĂŒr das Schlussquartal gesprochen, die Fortschritte bei einem langen und schwierigen Comeback-Versuch signalisiere. Der Umsatz im vierten Quartal werde bei rund 13,3 Milliarden Dollar liegen, prognostizierte das Unternehmen. Analysten hatten im Schnitt mit etwas mehr gerechnet, wobei aber viele wohl noch Erlöse der ausgelagerten GeschĂ€ftseinheit Altera berĂŒcksichtigt hatten - anders als Intel.
Laut Blayne Curtis von Jefferies fielen die bereinigten Ergebnisse und Prognosen von Intel dank der steigenden Servernachfrage und des beginnenden PC-Aktualisierungszyklus', der anderen Experten zufolge mit dem Auslaufen der Microsoft US5949181045-UnterstĂŒtzung fĂŒr Windows 10 einhergeht, etwas besser aus. Herausforderungen sei Intel aber weiterhin im Bereich der Halbleiterfertigung ausgesetzt.
Christopher Danely von der Citigroup attestierte dem US-Unternehmen zwar auch gute Zahlen, beschĂ€ftigte sich aber kritisch mit dem sogenannten "Foundry"-Bereich. Er gibt sich davon ĂŒberzeugt, dass die AktionĂ€re besser bedient wĂ€ren, wenn Intel aus dem GeschĂ€ft als Auftragsfertiger fĂŒr andere Chipkonzerne aussteigen wĂŒrde. Danely geht davon aus, dass die Aktie hier bereits Erfolge einpreist, denen er selbst aber nur minimale Chancen gibt.
Bernstein-Fachmann Rasgon schrieb in seiner Studie zudem, dass es noch viel zu frĂŒh sei, "um einen Sieg fĂŒr den angeschlagenen Chipkonzern auszurufen". Intels Kampf sei noch lange nicht vorbei, betonte er. FĂŒr den Moment hĂ€lt er es eher fĂŒr angemessen, von einem "Unentschieden" zu sprechen.
Nach leidvollen Jahren durchleben die Intel-Anleger derzeit von Hoffnung geprĂ€gte Zeiten. Im August war zunĂ€chst bekannt geworden, dass neben dem japanischen Softbank-Konzern auch die US-Regierung eingestiegen ist. So richtig zum Kurstreiber wurde dann aber im September, dass Nvidia mit einem Aktienpaket im Wert von fĂŒnf Milliarden Dollar eingestiegen war. Das davon ausgelöste Kursfeuerwerk hatte vor einigen Tagen zunĂ€chst bei 39,65 Dollar gegipfelt.

