Newmont Aktie: Insider auf dem RĂŒckzug
24.03.2026 - 10:19:07 | boerse-global.deBei Newmont Mining trennt sich das Management im groĂen Stil von eigenen Anteilen. Diese VerkĂ€ufe fallen in eine Phase, in der der Goldproduzent mit sinkenden Produktionszahlen und steigenden Kosten kĂ€mpft. WĂ€hrend die neue Konzernchefin Natascha Viljoen das Ruder ĂŒbernimmt, trĂŒbt ein handfester Rechtsstreit mit dem Partner Barrick die Stimmung zusĂ€tzlich.
Mitte MĂ€rz verĂ€uĂerte Projektleiter David Fry Aktien im Wert von ĂŒber zwei Millionen US-Dollar. Kurz darauf trennte sich auch Nachhaltigkeitschef Peter Toth von einem Aktienpaket, wenngleich dies ĂŒber einen vorab festgelegten Handelsplan geschah. AuffĂ€llig ist die einseitige Tendenz: Im vergangenen Jahr gab es bei dem Bergbaukonzern 23 InsiderverkĂ€ufe, aber keinen einzigen Kauf. Diese Transaktionen begleiten eine spĂŒrbare Korrektur an der Börse. Aktuell notiert das Papier bei 84,00 Euro und verbucht damit auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von rund 20 Prozent.
Sinkende Förderung und steigende Kosten
Hinter der Kursentwicklung stehen handfeste operative Herausforderungen. FĂŒr das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem ProduktionsrĂŒckgang auf etwa 5,3 Millionen Unzen Gold. Gleichzeitig klettern die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) auf voraussichtlich 1.680 US-Dollar pro Unze.
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Lokale Ereignisse verschÀrfen die Lage: Ein Buschfeuer in der australischen Boddington-Mine kostet allein im ersten Quartal rund 60.000 Unzen an Produktion. In Ghana treiben zudem neue Steuerregelungen die Kosten um schÀtzungsweise 50 US-Dollar pro Unze nach oben.
Rechtsstreit und Analystenstimmen
ZusĂ€tzliche Unsicherheit bringt ein Konflikt in Nordamerika. Newmont hat seinem Joint-Venture-Partner Barrick eine formelle Inverzugsetzung fĂŒr das Nevada-Gold-Mines-Projekt geschickt und wirft diesem Missmanagement vor. Da Newmont 38,5 Prozent an diesem zentralen Projekt hĂ€lt, droht ein langwieriger Rechtsstreit die operative Effizienz zu belasten.
Trotz dieser HĂŒrden zeigen sich Analysten fĂŒr die mittelfristige Entwicklung durchaus optimistisch:
- Bernstein: Hochstufung auf "Outperform" mit einem Kursziel von 157 US-Dollar, gestĂŒtzt auf das Potenzial der neuen FĂŒhrung.
- BMO Capital: BestÀtigt "Outperform", senkt das Ziel wegen der Kostenprognosen jedoch leicht auf 140 US-Dollar.
- JPMorgan: Vergibt ein "Overweight"-Rating und prognostiziert ein Produktionswachstum auf sechs Millionen Unzen bis 2029.
Am 23. April 2026 wird das Unternehmen seine Ergebnisse fĂŒr das erste Quartal vorlegen. Dieses Zahlenwerk wird konkrete Belege dafĂŒr liefern, inwieweit der hohe Goldpreis die gestiegenen Förderkosten und die ProduktionsausfĂ€lle durch das australische Buschfeuer kompensieren kann.
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