News Corp, US65249B2088

News Corp (Class B)-Aktie (US65249B2088): Quartalszahlen, digitale Strategie und Bedeutung für Anleger

17.05.2026 - 08:33:02 | ad-hoc-news.de

News Corp hat Anfang Mai neue Quartalszahlen vorgelegt und seine digitale Wachstumsstrategie bekräftigt. Was hinter den Zahlen zur News Corp (Class B)-Aktie steckt, wie sich das Geschäft entwickelt und was Anleger zur Struktur des Medienkonzerns wissen sollten.

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News Corp hat am 08.05.2026 aktuelle Quartalszahlen für das zum 31.03.2026 beendete dritte Geschäftsquartal vorgelegt und dabei sowohl Erlöse als auch Profitabilität in zentralen Segmenten kommentiert, wie aus der Unternehmensmitteilung hervorgeht, auf die sich unter anderem ein Bericht von Dow Jones Newswires bezieht, zitiert etwa von finanzen.net Stand 09.05.2026. Demnach steigerte der Medienkonzern seinen bereinigten Gewinn je Aktie, während der berichtete Umsatz vor allem von digitalen Angeboten und dem Immobilienplattform-Geschäft getragen wurde. Für Anleger ist besonders interessant, dass das Management die strategische Ausrichtung auf digitale Inhalte und Abodienste erneut hervorhob.

In der Mitteilung zu den Zahlen für das dritte Quartal des am 30.06.2026 endenden Geschäftsjahres erläuterte News Corp, dass das bereinigte EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegte, während Währungseffekte und einzelne Portfolioanpassungen den berichteten Umsatz beeinflussten, wie aus der originalen Ergebnispräsentation hervorgeht, auf die unter anderem News Corp Investor Materials Stand 09.05.2026 verweist. Das Management betonte laut Präsentation, dass insbesondere digitale bezahlte Abonnements bei den News-Medien sowie Wachstum bei den digitalen Immobilienplattformen zu den wichtigsten Treibern der Profitabilität beitrugen. Zudem wies der Konzern auf laufende Effizienzprogramme hin, die sich bereits in den Margen niederschlagen.

Stand: 17.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: News Corp
  • Sektor/Branche: Medien, Verlage, digitale Inhalte
  • Sitz/Land: New York, USA
  • Kernmärkte: USA, Großbritannien, Australien, globale Online-Nutzer
  • Wichtige Umsatztreiber: Nachrichtenmedien, digitale Abonnements, Immobilienplattformen, Buchverlag, TV- und Streaming-Inhalte
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Nasdaq bzw. Nasdaq Global Select Market (Ticker NWS/NWSA, jeweils Class B bzw. Class A)
  • Handelswährung: US-Dollar

News Corp (Class B): Kerngeschäftsmodell

News Corp ist ein international ausgerichteter Medienkonzern, der seine Wurzeln im traditionellen Zeitungsgeschäft hat, heute aber einen großen Teil seiner Erlöse mit digitalen Angeboten erzielt. Zu den wichtigsten Marken zählen in den USA das Wall Street Journal, der Finanzdienst MarketWatch und Barrons, in Großbritannien unter anderem The Times und The Sun sowie in Australien mehrere große Tageszeitungen. Ergänzt wird das Portfolio um Buchverlage, digitale Immobilienportale sowie TV- und Streaming-Beteiligungen. Die Class-B-Aktien repräsentieren eine Aktiengattung mit erhöhter Stimmrechtsmacht je Anteil im Vergleich zu Class-A-Titeln, was für die Konzernkontrolle relevant ist.

Die Struktur von News Corp ist in mehrere Segmente gegliedert, die jeweils unterschiedliche Geschäftslogiken aufweisen. Das Segment Dow Jones bündelt die Aktivitäten rund um Wirtschafts- und Finanzinformationen, inklusive Daten- und Analysediensten für professionelle Kunden, sowie das Geschäft mit Premium-Abos für Privatanleger und Entscheider. Das Segment News Media umfasst nationale und regionale Nachrichtenangebote in Print und digital, mit Erlösen aus Anzeigen und Abonnements. Mit dem Bereich Digital Real Estate Services ist News Corp zudem an führenden Online-Immobilienplattformen in Australien und den USA beteiligt, was in den vergangenen Jahren zu einem zunehmend wichtigen Wachstumstreiber geworden ist.

Ein weiteres tragendes Standbein ist der Buchverlag HarperCollins, der sowohl gedruckte Bücher als auch E-Books und Hörbücher im Programm hat. Dieses Segment ist stärker vom Erfolg einzelner Bestseller und vom Konsumklima abhängig, trägt aber in guten Jahren deutlich zum operativen Ergebnis bei. Hinzu kommen TV- und Streaming-Beteiligungen, unter anderem an Foxtel in Australien, die in einem eigenen Segment zusammengefasst sind. Die Diversifikation über mehrere mediennahe Bereiche verteilt das Risiko und erlaubt es, Veränderungen im Nutzerverhalten besser abzufedern. Zugleich stehen alle Segmente unter Druck, da sich Werbung, Abonnements und Inhalte zunehmend ins Digitale verlagern.

Die Class-B-Aktien sind für die Eigentümer- und Stimmrechtsstruktur von News Corp von besonderer Bedeutung, weil sie im Vergleich zu Class-A-Titeln in der Regel über ein höheres Stimmgewicht verfügen. Dadurch bündelt sich ein großer Teil der Stimmrechte in den Händen der maßgeblichen Aktionärsgruppen, die Einfluss auf strategische Entscheidungen und auf die Besetzung des Verwaltungsrats nehmen. Für Anleger, die speziell in Class-B-Aktien investieren, spielen neben der wirtschaftlichen Beteiligung daher auch Governance-Aspekte eine Rolle, da sie mittelbar an der Struktur mit erhöhten Stimmrechten teilhaben. Diese Governance-Struktur ist seit Jahren Bestandteil der Diskussionen rund um den Konzern und wird regelmäßig im Kontext von Corporate-Governance-Standards in den USA kommentiert.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von News Corp (Class B)

Die Umsatzbasis von News Corp verteilt sich auf mehrere Segmente, wobei sich in den jüngsten Quartalszahlen ein klarer Schwerpunkt auf digitalen Aktivitäten zeigt. Im Berichtszeitraum des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete der Konzern laut seiner Ergebnispräsentation ein Wachstum des bereinigten EBITDA insbesondere im Segment Dow Jones, das von höheren Erlösen im Bereich professioneller Informationsdienste profitierte, wie aus der Veröffentlichung vom 08.05.2026 hervorgeht, die unter anderem von MarketWatch Stand 09.05.2026 zitiert wird. Digitale Abos und Datenlizenzen gelten in diesem Segment als zentrale Wachstumstreiber, da sie im Vergleich zum traditionellen Printgeschäft stabilere, wiederkehrende Erlöse generieren.

Im Bereich News Media versucht News Corp, den rückläufigen Printmarkt durch digitale Bezahlinhalte und ein höheres Gewicht auf Online-Anzeigen zu kompensieren. Zahlreiche Titel haben Paywalls etabliert, und ein erheblicher Teil der Leserschaft nutzt digitale Angebote auf mobilen Geräten oder am Desktop. Die Quartalsberichte zeigen seit mehreren Jahren, dass Digitalerlöse einen steigenden Anteil an den gesamten Segmentumsätzen einnehmen, auch wenn der Wechsel von Print zu online nicht in allen Märkten gleich schnell verläuft. In wirtschaftlich schwächeren Phasen kann das Anzeigenumfeld volatiler sein, was den Konzern dazu zwingt, Kosten zu flexibilisieren und die Produktpalette laufend anzupassen, etwa über Bündelangebote oder neue digitale Formate.

Ein besonderer Fokus liegt auf den digitalen Immobilienplattformen, die News Corp über Beteiligungen in Australien und den USA kontrolliert oder mitprägt. Diese Plattformen, zu denen führende Online-Portale für Wohn- und Gewerbeimmobilien gehören, generieren Umsätze unter anderem über Anzeigen, Premium-Listings und Zusatzdienste für Makler und Projektentwickler. Der Markt ist stark vom Immobilienzyklus abhängig, bietet aber in Phasen hoher Nachfrage und bei steigender Digitalisierung der Transaktionsprozesse attraktive Wachstumschancen. In den jüngsten Zahlen verwies News Corp darauf, dass dieses Segment trotz regionaler Schwankungen ein wichtiger Ergebnisbeitrag bleibt und weiterhin Investitionen in Technologie und Nutzererfahrung erhält.

Der Buchverlag HarperCollins und die TV- und Streaming-Aktivitäten tragen zur Diversifikation bei, weisen jedoch teilweise zyklische Muster auf. Bestseller, saisonale Spitzen wie das Weihnachtsgeschäft und der Erfolg neuer Serien oder Sportrechte können kurzfristige Ausschläge verursachen. Langfristig steht auch hier der Wandel hin zu digitalen Formaten im Mittelpunkt. E-Books und Hörbücher haben ihren Platz neben dem gedruckten Buch gefunden, während Streaming-Plattformen klassische Pay-TV-Modelle herausfordern. News Corp reagiert darauf durch Anpassung von Lizenz- und Vertriebsmodellen sowie durch verstärkte Nutzung datengetriebener Analysen, um Inhalte zielgerichtet zu platzieren und Werbeerlöse zu optimieren.

Zusammengenommen ergibt sich für News Corp ein Geschäftsmodell, das traditionelles Medien-Know-how mit digitalen Plattformansätzen verbindet. Die wichtigsten Umsatztreiber verschieben sich seit Jahren von Print zu Online, von Werbung zu Abonnements und datengetriebenen Diensten. Für die Bewertung der Class-B-Aktien spielt die Frage eine Rolle, wie gut der Konzern diese Transformation in nachhaltig wachsende Cashflows übersetzen kann. Die jüngsten Quartalszahlen deuten auf Fortschritte bei Margen und Effizienz hin, stehen aber zugleich im Wettbewerb mit anderen globalen Medien- und Technologiekonzernen, die um Aufmerksamkeit und Werbebudgets kämpfen.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Medienbranche befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der durch Digitalisierung, Mobile-Nutzung und den Aufstieg großer Plattformkonzerne geprägt ist. Klassische Verlage wie News Corp stehen im Wettbewerb mit globalen Technologiefirmen, Streaming-Anbietern und sozialen Netzwerken, die einen erheblichen Teil der Werbebudgets auf sich ziehen. Gleichzeitig sind Verbraucher zunehmend bereit, für hochwertige Inhalte zu bezahlen, wenn diese klaren Mehrwert bieten, etwa in Form verlässlicher Wirtschafts- und Finanzinformationen. Für News Corp eröffnet dies Chancen im Premiumsegment, insbesondere mit Marken wie dem Wall Street Journal, die sich im Markt für zahlungskräftige Abonnenten etabliert haben.

Der Wettbewerb findet nicht nur um Werbegelder, sondern auch um Aufmerksamkeit und Daten statt. Plattformen wie Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Videoportale bestimmen maßgeblich, welche Inhalte Nutzer überhaupt sehen. Medienkonzerne müssen daher ihre Inhalte suchmaschinenoptimiert, plattformgerecht und rechtssicher ausspielen. News Corp versucht, sich über starke Marken, exklusive Inhalte und eigenständige Plattformen zu behaupten, gleichzeitig aber Kooperationsmodelle mit Technologiekonzernen zu verhandeln. In der Vergangenheit sorgten Auseinandersetzungen um Vergütungen für Nachrichteninhalte immer wieder für Schlagzeilen. In einigen Ländern wurden inzwischen regulatorische Rahmen geschaffen, die die Position von Inhalteanbietern gegenüber Plattformen stärken sollen.

Im Immobilienplattformgeschäft und im Bereich professioneller Informationsdienste trifft News Corp ebenfalls auf starke Konkurrenz. In vielen Märkten stehen die Portale in direkter Konkurrenz zu anderen großen Online-Anbietern, die um Maklerbudgets und Endkunden werben. Die Wettbewerbsposition hängt hier stark von der Reichweite, der Nutzerfreundlichkeit und den angebotenen Zusatzdiensten ab. Wer es schafft, kritische Masse an Inseraten und Nutzern zu erreichen, kann Netzwerkeffekte nutzen und Preise durchsetzen. News Corp setzt in diesen Segmenten verstärkt auf Datenanalysen, personalisierte Angebote und integrierte Lösungen für B2B-Kunden, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

Für deutsche Anleger ist die Wettbewerbsposition von News Corp auch mit Blick auf die zunehmende Internationalisierung relevant. Deutsche Medienhäuser und Verlage stehen vor ähnlichen Herausforderungen und orientieren sich teilweise an internationalen Entwicklungen bei Bezahlmodellen und digitalen Plattformstrategien. Zudem sind Inhalte und Marken von News Corp, insbesondere im Wirtschafts- und Finanzbereich, auch für institutionelle und private Investoren in Deutschland von Bedeutung, da sie globale Marktperspektiven liefern. Damit bewegt sich der Konzern in einem Marktumfeld, das auch aus deutscher Sicht aufmerksam verfolgt wird, insbesondere von Anlegern mit Fokus auf internationale Medien- und Plattformunternehmen.

Warum News Corp (Class B) für deutsche Anleger relevant ist

Obwohl News Corp vor allem in den USA, Großbritannien und Australien aktiv ist, hat der Konzern auch für deutsche Anleger Relevanz. Zum einen sind viele Angebote, etwa das Wall Street Journal oder MarketWatch, wichtige Informationsquellen für den globalen Kapitalmarkt und werden von institutionellen und privaten Investoren in Deutschland intensiv genutzt. Zum anderen ist die Aktie über internationale Handelsplätze für deutsche Anleger zugänglich, zum Beispiel über Handelssegmente in Frankfurt oder im außerbörslichen Handel, die auf US-Titel spezialisiert sind, wie Kursübersichten etwa bei finanzen.net Stand 16.05.2026 zeigen.

Deutsche Anleger, die Medien- und Plattformgeschäfte im Portfolio berücksichtigen möchten, schauen häufig über den heimischen Markt hinaus, da viele große Wachstumstreiber im Informations- und Unterhaltungsgeschäft global verankert sind. News Corp bietet über seine verschiedenen Segmente Zugang zu mehreren Teilbereichen der Branche, darunter Wirtschaftsinformationen, Nachrichtenmedien, digitale Immobilienplattformen und Buchverlage. Damit unterscheidet sich das Profil von reinen Streaming-Plattformen oder Social-Media-Unternehmen, was bei der Portfolioallokation eine Rolle spielen kann. Die starke Präsenz in englischsprachigen Märkten und die Ausrichtung auf zahlungskräftige Zielgruppen machen den Konzern auch für international orientierte deutsche Anleger interessant.

Hinzu kommt, dass Entwicklungen bei Medienkonzernen wie News Corp Rückschlüsse auf breitere Branchentrends zulassen, die auch deutsche Verlage und Mediengruppen betreffen. Fortschritte bei digitalen Abomodellen, der Einsatz von Datenanalysen zur Personalisierung von Inhalten und der Umgang mit Plattformkonzernen werden international genau beobachtet. Deutsche Anleger, die im Mediensektor engagiert sind oder dies erwägen, nutzen globale Player häufig als Benchmark für Innovationskraft, Margenentwicklung und Kapitaldisziplin. In diesem Kontext können die Quartals- und Jahresberichte von News Corp wertvolle Anhaltspunkte liefern, wie sich das Geschäft in verschiedenen Regionen entwickelt und welche Geschäftsmodelle sich als resilient erweisen.

Welcher Anlegertyp könnte News Corp (Class B) in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Die News-Corp-(Class-B)-Aktie könnte für Anleger mit mittelfristigem bis langfristigem Anlagehorizont von Interesse sein, die an der Entwicklung internationaler Medien- und Plattformgeschäfte partizipieren möchten. Dazu zählen etwa Investoren, die in ihrem Portfolio gezielt auf Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Erlösen durch Abonnements und digitale Dienstleistungen setzen. Die segmentale Diversifikation von News Corp über Nachrichtenmedien, professionelle Informationsdienste, Immobilienportale und Buchverlage spricht eher Investoren an, die eine breite Aufstellung innerhalb der Medienbranche schätzen und bereit sind, die Komplexität der Konzernstruktur zu akzeptieren. Für solche Anlegertypen steht häufig die längerfristige Transformation im Vordergrund.

Vorsicht ist dagegen bei Anlegern angezeigt, die auf sehr kurzfristige Bewertungen oder hochgradig zyklische Geschichten aus sind. Das Geschäft von News Corp ist zwar in Teilen vom Anzeigenmarkt, von Konjunkturzyklen und von Entwicklungen am Immobilienmarkt abhängig, es handelt sich aber nicht um einen reinen Turnaround- oder Spekulationstitel. Zudem können Wechselkursschwankungen, regulatorische Veränderungen in wichtigen Märkten und Veränderungen im Nutzerverhalten die Ergebnisse beeinflussen, ohne dass dies sich unmittelbar in spektakulären Kurssprüngen widerspiegeln muss. Anleger, die stark auf kurzfristige Kursbewegungen angewiesen sind oder nur begrenzte Zeit für die Verfolgung von Quartalsberichten haben, sollten diese Faktoren berücksichtigen.

Darüber hinaus spielt die Governance-Struktur mit unterschiedlichen Aktiengattungen eine Rolle für Investoren, die großen Wert auf Mitspracherechte legen. Die erhöhte Stimmrechtsmacht bestimmter Aktionärsgruppen kann aus Sicht mancher Anleger ein Risikofaktor sein, während andere die dadurch mögliche Konstanz in der strategischen Ausrichtung und Langfristorientierung positiv bewerten. Anleger, die sehr großen Wert auf eine stark streubesitzorientierte Governance und symmetrische Stimmrechte legen, prüfen solche Strukturen in der Regel besonders kritisch. Insgesamt eignet sich die News-Corp-(Class-B)-Aktie eher für Investoren, die Governance-Strukturen aktiv in ihre Anlageentscheidungen einbeziehen und mit der Besonderheit von Mehrstimmrechtsaktien vertraut sind.

Risiken und offene Fragen

Das Geschäft von News Corp ist mit einer Reihe struktureller und konjunktureller Risiken verbunden. Zu den zentralen Faktoren zählen Veränderungen im Nutzerverhalten, der anhaltende Druck durch kostenlose Online-Angebote und der Wettbewerb mit großen Plattformkonzernen um Werbebudgets und Aufmerksamkeit. Wenn es News Corp nicht dauerhaft gelingt, ausreichend Nutzer von bezahlten digitalen Abos zu überzeugen, könnten Margen und Wachstumsperspektiven unter Druck geraten. Zudem ist das Anzeigenumfeld stark von Wirtschaftszustand und Zinsentwicklung abhängig, was die Volatilität der Erlöse erhöht. Schwächere Konjunkturphasen führen erfahrungsgemäß zu Einsparungen bei Werbung und Marketing, wovon Medienhäuser besonders betroffen sind.

Ein weiteres Risiko liegt im regulatorischen Umfeld, das sich in den Kernmärkten USA, Großbritannien und Australien dynamisch entwickelt. Regelungen zum Datenschutz, zur Medienkonzentration und zu Plattformverantwortung können Geschäftsmodelle indirekt beeinflussen. Außerdem sind rechtliche Auseinandersetzungen um Inhalte, Urheberrechte oder Wettbewerbsfragen in der Medienbranche keine Seltenheit und können zu Einmalbelastungen führen. Für News Corp ist wichtig, wie sich die Stellung von Inhalteanbietern gegenüber digitalen Plattformen weiterentwickelt und ob gesetzliche Rahmenbedingungen zu einer stärkeren Vergütung journalistischer Inhalte beitragen. Aus Sicht von Anlegern bleibt offen, wie sich diese Faktoren langfristig auf Erlöse und Kostenstruktur auswirken.

Hinzu kommen währungsspezifische und geografische Risiken, da News Corp in mehreren Regionen mit unterschiedlichen Währungen aktiv ist. Wechselkursbewegungen können sich sowohl auf die ausgewiesenen Umsätze als auch auf die Profitabilität auswirken, wenn Kosten und Erlöse nicht in der gleichen Währung anfallen. Zudem bestehen in einzelnen Segmenten, etwa im Immobilienportalgeschäft, Abhängigkeiten von lokalen Marktzyklen, die sich nicht immer mit globalen Trends decken. Offene Fragen betreffen auch die Geschwindigkeit, mit der der Konzern seine digitalen Initiativen ausbaut, und die Fähigkeit, neue Inhalteformate und Technologien wie datengetriebene Personalisierung oder innovative Abo-Modelle zu monetarisieren.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für Anleger, die die News-Corp-(Class-B)-Aktie verfolgen, spielen kommende Ergebnisveröffentlichungen und strategische Updates eine zentrale Rolle als Kurstreiber. Der Konzern veröffentlicht in der Regel quartalsweise Zahlen zum jeweiligen Geschäftsquartal des zum 30.06. endenden Geschäftsjahres. Nach den am 08.05.2026 gemeldeten Ergebnissen für das dritte Quartal ist der nächste größere Termin üblicherweise die Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr, die traditionell im Spätsommer des Kalenderjahres erfolgen. Konkrete Daten werden über die Investor-Relations-Seite des Unternehmens bereitgestellt, die Anleger regelmäßig prüfen können, wie die Terminübersicht auf News Corp Events Stand 10.05.2026 zeigt.

Neben den regulären Quartalszahlen können auch andere Ereignisse als Katalysatoren wirken. Dazu zählen etwa Ankündigungen zu größeren Portfolioveränderungen, etwa Verkäufe oder Zukäufe von Beteiligungen im Bereich Immobilienportale, Buchverlage oder TV/Streaming. Ebenfalls kursrelevant können Aussagen des Managements zur Kapitalallokation sein, etwa zu Dividendenpolitik, Aktienrückkaufprogrammen oder Investitionsschwerpunkten in digitale Plattformen. Branchenseitig können regulatorische Entscheidungen, neue Kooperationsmodelle mit Technologiekonzernen oder größere Veränderungen im Anzeigenmarkt die Erwartungshaltung der Anleger beeinflussen. Für deutsche Investoren, die die Aktie über internationale Handelsplätze halten, kommen zudem Währungsschwankungen und die Entwicklung des US-Marktes als zusätzliche Einflussfaktoren hinzu.

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Fazit

News Corp befindet sich in einem langfristigen Transformationsprozess von einem traditionell geprägten Medienhaus hin zu einem stärker digitalen, plattformorientierten Konzern. Die jüngsten Quartalszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 zeigen, dass digitale Abonnements, professionelle Informationsdienste und Immobilienportale zunehmend an Bedeutung gewinnen und zur Verbesserung der Profitabilität beitragen. Zugleich bleibt das Umfeld anspruchsvoll, da sich das Nutzerverhalten weiter wandelt und der Wettbewerb durch Technologiekonzerne intensiv ist. Die Governance-Struktur mit unterschiedlichen Aktiengattungen und erhöhten Stimmrechten für bestimmte Aktionärsgruppen ist ein zusätzliches Merkmal, das Anleger bei der Beurteilung der Class-B-Aktien berücksichtigen. Insgesamt bietet der Konzern ein breit diversifiziertes Medien- und Plattformprofil, dessen künftige Entwicklung eng mit der erfolgreichen Umsetzung der digitalen Strategie verknüpft ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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