Nexus Uranium Aktie: Bundesklage stoppt Anhörung nach zwei Tagen
Veröffentlicht am: 25.05.2026 um 08:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deEine Bundesklage hat das Genehmigungsverfahren fĂŒr Nexus Uraniums Vorzeigeprojekt in South Dakota abrupt unterbrochen. Die staatliche Anhörung fĂŒr das Chord-Projekt wurde auf unbestimmte Zeit vertagt â mitten in einem bereits laufenden Prozess.
Anhörung nach zwei Tagen gestoppt
Der South Dakota Board of Minerals and Environment hatte am 18. Mai 2026 eine planmĂ€Ăige fĂŒnftĂ€gige öffentliche Anhörung im Mueller Civic Center in Hot Springs eröffnet. Gegenstand war der Antrag auf eine Uranerkundungsgenehmigung der Clean Nuclear Energy Corporation, einer Tochtergesellschaft des kanadischen Unternehmens Nexus Uranium. Am 20. Mai zog sich das Gremium nach Bekanntwerden rechtlicher Entwicklungen in eine nichtöffentliche Sitzung zurĂŒck â und vertagte die Anhörung anschlieĂend auf unbestimmte Zeit.
Auslöserin ist Elizabeth Lone Eagle, eine prominente Projektgegnerin, die eine Bundesklage eingereicht hat. Die Klage richtet sich gegen das Gremium, das Landwirtschafts- und Naturressourcenministerium, Clean Nuclear Energy sowie beteiligte Staatsbedienstete. Der zentrale Vorwurf: Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil am ersten Anhörungstag kein Lakota-Dolmetscher bereitgestellt wurde. Lakota-Muttersprachler seien dadurch von einer sinnvollen Teilnahme am Verfahren ausgeschlossen worden. FĂŒr den zweiten Tag wurden zwar Ăbersetzer hinzugezogen â die Klage wertet das jedoch als unzureichende Wiedergutmachung.
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Kulturelle Sprengkraft im Black Hills
Das geplante Erkundungsprogramm sieht bis zu 50 Bohrlöcher mit einer Tiefe von jeweils bis zu 700 Fuà auf staatlichem Land nahe Craven Canyon vor, rund sieben Meilen nördlich von Edgemont. Das Gebiet trÀgt alte Felszeichnungen der amerikanischen Ureinwohner; die gesamte Black-Hills-Region gilt den ansÀssigen StÀmmen als heilig.
Zu den Anhörungstagen versammelten sich Dutzende Anwohner und UmweltschĂŒtzer, um EinwĂ€nde zu erheben. Ihre Hauptsorgen: mögliche Kontamination lokaler Grundwasserleiter, Störung traditioneller Lakota-Zeremonien und Risiken fĂŒr archĂ€ologische StĂ€tten. Nexus Uranium hĂ€lt dagegen, die Erkundungsphase diene ausschlieĂlich der Ressourcenbewertung, folge Umweltstandards und gefĂ€hrde weder den Canyon noch die Wasserversorgung.
Zeitplan eingefroren
Nach sĂŒddakota-staatlichem Recht muss die endgĂŒltige Genehmigungsdokumentation innerhalb von 30 Tagen nach einem positiven Beschluss ausgestellt werden. Da die Anhörung nun auf unbestimmte Zeit ruht, ist diese Frist faktisch eingefroren.
Ein weiterer Teil des Chord-Projekts liegt auf Bundesland unter Verwaltung des U.S. Forest Service. Das parallele Bundesgenehmigungsverfahren lĂ€uft noch, eine Entscheidung war fĂŒr Juni 2026 erwartet. Nexus Uranium hatte ursprĂŒnglich geplant, ein vollstĂ€ndig finanziertes Erstbohrprogramm im Sommer zu starten, sobald alle Genehmigungen vorliegen. Ob dieser Zeitplan noch zu halten ist, hĂ€ngt nun vom Ausgang der Bundesklage ab.
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