ROUNDUP, Baubeginn

Baubeginn fĂŒr ukrainische Fabrik nahe deutscher Grenze

01.12.2025 - 18:34:47

Nicht weit von der Grenze zu Schleswig-Holstein entsteht in DĂ€nemark eine erste ukrainische RĂŒstungsfabrik zur Produktion von Raketentreibstoff.

Den ersten Spatenstich zum symbolischen Beginn des Baus in der sĂŒddĂ€nischen Gemeinde Hadersleben (dĂ€nisch: Haderslev) setzten am Nachmittag DĂ€nemarks Wirtschaftsminister Morten BĂždskov, der lokale BĂŒrgermeister Mads Skau und der DĂ€nemark-Direktor des ukrainischen Waffenproduzenten Fire Point, Wjatscheslaw Bondartschuk.

Mit dem Spatenstich trete das Projekt in der Kleinstadt Vojens nun in die nĂ€chste Phase ein, wurde BĂždskov in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Vor Ort in SĂŒderjĂŒtland schaffe man damit Jobs, außerdem komme der Bau der dĂ€nischen Verteidigungsindustrie zugute.

Ukrainische Produktion auf Nato-Boden

Die Ukraine setzt sich seit dem Februar 2022 gegen eine russische Invasion zur Wehr. DĂ€nemark zĂ€hlt international zu den grĂ¶ĂŸten UnterstĂŒtzern der Ukraine. In dem Zuge will das skandinavische EU-Land als erster Nato-Staat auch mehreren ukrainischen Verteidigungsunternehmen ermöglichen, ihre Produktionsanlagen auf dĂ€nischem Boden anzusiedeln. Die dĂ€nische und die ukrainische Regierung hatten dazu in diesem Jahr Vereinbarungen getroffen.

Fire Point will in der Fabrik neben dem dĂ€nischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt Skrydstrup unter anderem festen Raketentreibstoff produzieren, der dann bei der ukrainischen Verteidigung gegen Russland zum Einsatz kommen soll. Damit soll unter anderem gewĂ€hrleistet werden, dass die Produktion nicht durch russische Angriffe auf Anlagen innerhalb der Ukraine lahmgelegt werden kann.

Gerechnet wird damit, dass der Werksbetrieb in der dÀnischen Kleinstadt Vojens im Laufe des kommenden Jahres aufgenommen werden kann. Russlands Botschaft in DÀnemark hat das Vorhaben kritisiert. Vor Ort ist der Fabrikbau umstritten. Manche Einwohner sorgen sich dÀnischen Medienberichten zufolge unter anderem um die Sicherheit und wegen möglicher russischer Sabotage.

@ dpa.de