Niedersachsens, Gesundheitsminister

Niedersachsens Gesundheitsminister: Zuckerabgabe ist ĂŒberfĂ€llig

Veröffentlicht am: 29.04.2026 um 08:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat die geplante Zuckerabgabe auf gesĂŒĂŸte GetrĂ€nke als ĂŒberfĂ€llig bezeichnet.

Ein hoher Zuckerkonsum könne langfristig zu chronischen Erkrankungen wie Diabetes fĂŒhren, sagte der SPD-Politiker.

Deutschland habe 1993 die Zuckersteuer abgeschafft, seit 2015 gebe es Selbstverpflichtungen der Wirtschaft zur Verringerung des Zuckeranteils in Softdrinks. Das sei "aus gesundheitspolitischer Sicht nicht ausreichend", meint Philippi. Eine Zuckersteuer - wie es sie in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern bereits gebe - oder eine Zuckerabgabe sei daher ĂŒberfĂ€llig.

Philippi wies darauf hin, dass Zucker hĂ€ufig unbewusst konsumiert werde - etwa in GetrĂ€nken oder verarbeiteten Produkten. Vor allem Kinder und Jugendliche hĂ€tten kein GefĂŒhl mehr fĂŒr die konsumierte Zuckermenge.

Nach den PlĂ€nen der Bundesregierung soll ab 2028 eine Abgabe auf zuckergesĂŒĂŸte GetrĂ€nke eingefĂŒhrt werden. Damit sollen jĂ€hrlich etwa 450 Millionen Euro eingenommen und zugunsten der Krankenversicherung verwendet werden.

Hintergrund sind Empfehlungen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission: Die Experten schlugen unter anderem vor, eine gestaffelte Steuer auf zuckergesĂŒĂŸte ErfrischungsgetrĂ€nke einzufĂŒhren. VerbraucherschĂŒtzer und Ärzte werben schon seit langem fĂŒr eine Zuckersteuer als Anreiz fĂŒr eine gesĂŒndere ErnĂ€hrung.

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