Nike Aktie: Ausblick schockt Anleger
02.04.2026 - 00:37:27 | boerse-global.deDer Abschwung war schon länger spürbar – doch was Nike gestern Abend nach US-Börsenschluss präsentierte, ließ selbst optimistische Anleger aufhorchen. Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen brach die Aktie nachbörslich um mehr als neun Prozent ein. Der Grund: ein Ausblick, der die Wall Street auf dem falschen Fuß erwischte.
Für das laufende Quartal stellt der Konzern einen Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt ein Plus von rund zwei Prozent erwartet. Ähnlich ernüchternd fällt die Prognose für das Gesamtjahr aus. Heute Morgen setzte sich der Abverkauf fort – auf der Handelsplattform Tradegate verlor die Aktie zeitweise knapp zehn Prozent.
Baustellen auf mehreren Kontinenten
Der eigentliche Quartalsumsatz stagnierte bei knapp 11,3 Milliarden Dollar – damit lag man marginal über den Analystenerwartungen von rund 11,24 Milliarden Dollar. Doch das übertüncht nicht die strukturellen Probleme. Im Heimatmarkt USA legte der Umsatz immerhin um drei Prozent auf gut fünf Milliarden Dollar zu. Auf der anderen Seite des Atlantiks hingegen häuften sich neue Rückschläge: Hohe Lagerbestände in Europa und im Nahen Osten sowie die Auswirkungen des Iran-Kriegs – steigende Ölpreise, verunsicherte Verbraucher – belasten die EMEA-Region spürbar. Der Quartalsgewinn fiel um 35 Prozent auf 520 Millionen Dollar.
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Besonders schwer wiegt die Lage in China. Für das laufende Quartal erwartet Nike dort einen Umsatzeinbruch von rund 20 Prozent. Konjunkturelle Schwäche, eine anhaltende Immobilienkrise und ein deutlich verschärfter Wettbewerb durch lokale Anbieter setzen dem Konzern zu. Analysten zufolge dürfte es vier Quartale dauern, bis Nike in China wieder Wachstum verbuchen kann – wobei das Chance-Risiko-Verhältnis aus Sicht mancher Experten dennoch für die Aktie spreche.
Die selbstverschuldete Misere
Hinter den Zahlen steckt auch eine hausgemachte Geschichte. Nike hatte in den vergangenen Jahren den Einzelhandel zugunsten des Direktvertriebs zurückgedrängt – mit spürbaren Folgen. Konkurrenten besetzten die freigewordenen Regalflächen, die Verkäufe litten. Konzernchef Elliott Hill versucht nun gegenzusteuern: mehr Fokus auf den Sport statt auf Lifestyle, engere Zusammenarbeit mit Einzelhandelspartnern. Doch Hill räumte selbst ein, dass dieser Umbau langsamer vorankommt als erhofft.
Die Sportbekleidungssparte – einst ein Kerngeschäft – verzeichnete zuletzt aufgrund aggressiver Rabattaktionen zweistellige Umsatzrückgänge. Eine längerfristige Prognose will das Unternehmen erst im Herbst auf einer Investorenveranstaltung abgeben. Bis dahin bleibt die Erholung ein Versprechen – und die Aktie unter Druck.
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