Nintendo, Aktie

Nintendo Aktie: Chipknappheit trifft Kurs

12.05.2026 - 01:02:52 | boerse-global.de

Nintendo-Aktie bricht nach enttäuschendem Ausblick und Chipkosten ein. Analysten senken Erwartungen für Switch 2 und Gewinn.

Nintendo Aktie: Chipknappheit trifft Kurs - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Nintendo Aktie: Chipknappheit trifft Kurs - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Nintendos Aktie verlor heute in Tokio knapp 9 Prozent auf rund 6.895 Yen — einer der schwersten Tageseinbrüche im Nikkei 225. Auslöser war eine Kombination aus enttäuschenden Jahreszahlen und einem noch enttäuschenderen Ausblick.

Starke Vergangenheit, schwache Prognose

Das abgelaufene Geschäftsjahr bis Ende März 2026 liest sich auf den ersten Blick ordentlich: Der operative Gewinn kletterte um fast 28 Prozent auf 360 Milliarden Yen, befeuert von einem nahezu verdoppelten Umsatz. Doch der Markt hatte mehr erwartet — und bekam für das laufende Jahr gleich die nächste Enttäuschung. Nintendo prognostiziert für 2026/27 einen operativen Gewinn von 370 Milliarden Yen. Analysten hatten im Schnitt rund 480 Milliarden Yen auf dem Zettel. Der Umsatz soll zudem um 11,4 Prozent auf 2,05 Billionen Yen schrumpfen.

Der Kern des Problems sitzt tiefer: Speicherchips sind knapp — und teuer. Die KI-Industrie saugt globale Halbleiterkapazitäten auf, was Nintendo zwingt, die Preise der Switch 2 deutlich anzuheben. In Japan steigt der Preis ab dem 25. Mai um 10.000 Yen auf 59.980 Yen, in den USA und Europa folgen Erhöhungen von 7 bis 20 Prozent ab September. Die Marge auf die Konsole sinkt trotzdem, weil die Komponentenkosten noch schneller steigen als die Preise.

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Weniger Einheiten, weniger Spiele

Das schlägt direkt auf die Absatzziele durch. Nintendo rechnet für das Geschäftsjahr 2026/27 mit 16,5 Millionen verkauften Switch-2-Einheiten — gegenüber 19,86 Millionen im Vorjahr ein spürbarer Rückgang. Die Konsole hatte nach ihrem Launch 2025 zunächst für Furore gesorgt und zählte zu den meistverkauften Geräten ihrer Markteinführungsphase überhaupt. Dieses Tempo lässt sich nicht halten, wenn höhere Preise auf kaufzurückhaltende Gelegenheitsspieler treffen.

Hinzu kommt ein dünner wirkender Softwarekalender. Nintendo gilt als stark, wenn eigene Flaggschiff-Titel — Allen voran Mario oder Zelda — den Launch-Zyklus einer Konsole befeuern. Für 2026 steht bislang kein solches AAA-Eigengewächs fest auf dem Programm. Einzelne Analysten spekulieren auf eine Überraschung im zweiten Konsolenjahr, doch konkrete Ankündigungen blieben aus. Das Morningstar-Lager warnt bereits, der rückläufige Spieleausblick könnte signalisieren, dass Nintendo selbst wenig Vertrauen in seine eigene Pipeline hat — wenngleich manche diese Sichtweise als übertrieben pessimistisch einordnen.

Die Switch 2 bleibt das Herzstück des Geschäftsmodells. Ob die Kombination aus Preiserhöhung, schwächerem Absatz und dünnem First-Party-Kalender wirklich so düster ausgeht wie der heutige Kurssturz suggeriert, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Chip-Situation entspannt — und ob Nintendo im Jahresverlauf noch Asse aus dem Ärmel zieht.

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