Nordkorea, Russland

Nordkorea und Russland bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 05:36 Uhr | dpa.de

Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui hat in Moskau sowohl ihren russischen Amtskollegen Sergei Lawrow als auch PrĂ€sident Wladimir Putin zu GesprĂ€chen getroffen.

Beim sogenannten "dritten strategischen Dialog" haben beide Seiten beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu beschleunigen, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Das Treffen der Außenminister fand demnach bereits am Montag statt.

In einer gemeinsamen ErklĂ€rung sicherten sich beide Regierungen zudem weitreichenden sicherheitspolitischen Beistand zu. Russland sprach Nordkorea seine "volle UnterstĂŒtzung" bei dessen BemĂŒhungen aus, die eigene SouverĂ€nitĂ€t gegen "feindliche" Bedrohungen zu verteidigen. Nordkorea wiederum erklĂ€rte seine "unverĂ€nderte UnterstĂŒtzung fĂŒr sĂ€mtliche innen- und außenpolitische Maßnahmen" Russlands, die darauf abzielten, "die eigentliche Ursache des Ukraine-Konflikts zu beseitigen".

Tausende Nordkoreaner im Ukraine-Krieg gefallen

Nordkorea ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine fĂŒr das Land beispiellose MilitĂ€rkooperation mit Russland eingegangen. Neben flĂ€chendeckenden Lieferungen von Munition und Artilleriegeschossen hat Nordkorea laut SchĂ€tzungen des sĂŒdkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur UnterstĂŒtzung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt.

WĂ€hrend ihres Besuchs legte Nordkoreas Außenministerin Choe auch einen Kranz am sogenannten Grabmal des unbekannten Soldaten im Alexandergarten an der Außenmauer des Kremls ab. Dabei gedachte die nordkoreanische Delegation in einer Schweigeminute den Gefallenen "im Heiligen Krieg zur Zerschlagung des Faschismus", wie KCNA den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bezeichnete. Laut SchĂ€tzungen des sĂŒdkoreanischen Geheimdienstes sind insgesamt mindestens 2.000 nordkoreanische Soldaten wĂ€hrend der Gefechte im Ukraine-Krieg getötet worden.

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