Norisbank-Kunden, Visier

Norisbank-Kunden im Visier neuer Phishing-SMS

10.02.2026 - 06:16:12

Betrüger nutzen gefälschte SMS, die eine Kartensperrung vortäuschen, um an Kontodaten von Norisbank-Kunden zu gelangen. Verbraucherschützer und die Bank warnen eindringlich vor der Masche.

Eine aktuelle Phishing-Welle zielt mit gefälschten SMS auf Kunden der Norisbank ab. Die Betrüger behaupten, die Bankkarte der Empfänger sei gesperrt, und fordern zur Eingabe sensibler Daten auf. Verbraucherschützer und die Bank selbst warnen eindringlich vor den als Smishing bekannten Angriffen.

So funktioniert die Kartensperr-Masche

Die Nachrichten erzeugen gezielt Stress: Sie simulieren ein dringendes Sicherheitsproblem – etwa eine verdächtige Transaktion – das zur angeblichen Sperrung der Karte geführt habe. Zur Freischaltung soll der Empfänger einem Link folgen. Dieser führt jedoch nicht zur echten Norisbank-Website, sondern auf eine täuschend echte Fälschung.

Auf der gefälschten Seite werden Kontonummer, PIN und manchmal auch TANs abgefragt. Die eingegebenen Daten landen direkt bei den Kriminellen. Diese haben dann vollen Zugriff auf das Konto und können Geld überweisen oder die Identität für weitere Straftaten missbrauchen.

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Fünf Warnsignale für eine Betrugs-SMS

Die Norisbank fordert Kunden niemals per SMS zur Eingabe von PIN oder TAN auf. Weitere Alarmzeichen sind:

  • Druckaufbau: Formulierungen wie „sofortiges Handeln erforderlich“ oder „Ihr Konto wird gesperrt“.
  • Unpersönliche Anrede: Statt Ihres Namens steht oft „Sehr geehrter Kunde“.
  • Fragwürdige Links: Die URL weicht von der offiziellen Bank-Domain ab oder nutzt Kürzungsdienste.
  • Sprachliche Fehler: Trotz professionellerem Auftreten schleichen sich manchmal Grammatikfehler ein.
  • Unbekannte Absendernummer: Die SMS kommt von einer Nummer, die nicht der Bank zugeordnet werden kann.

Verbraucherschützer raten: Löschen Sie solche Nachrichten sofort. Klicken Sie niemals auf den Link und antworten Sie nicht.

Was tun im Verdachtsfall oder nach einem Klick?

Sind Sie unsicher, ob eine Nachricht echt ist? Rufen Sie die Norisbank an – aber nutzen Sie dafür die offizielle Servicenummer von Ihrer Karte oder der Website, nicht die aus der SMS.

Haben Sie bereits Daten eingegeben? Dann müssen Sie sofort handeln:
1. Sperren Sie den Online-Banking-Zugang und alle Karten umgehend. Das geht per App oder über den Sperr-Notruf (z.B. 030/310-66005 für Maestro-Karten).
2. Ändern Sie alle betroffenen Passwörter.
3. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Dies ist oft Voraussetzung für Schadensersatz.
4. Melden Sie den Vorfall dem Phishing-Radar der Verbraucherzentralen.

Smishing: Eine anhaltende Gefahr für alle Bankkunden

Angriffe per SMS sind keine Neuheit, aber eine wachsende Bedrohung. Nicht nur Norisbank-Kunden, sondern auch Kunden vieler anderer Institute sind betroffen. Die Betrüger werden immer professioneller und nutzen aktuelle Anlässe als Vorwand.

Die beste Verteidigung ist und bleibt die Wachsamkeit der Nutzer. Geben Sie Ihre Zugangsdaten niemals über Links aus unerwarteten Nachrichten ein, sondern immer nur direkt in der offiziellen App oder auf der selbst eingegebenen Website Ihrer Bank.

@ boerse-global.de