Notfallsitzung, Irak

Notfallsitzung im Irak nach US-saudischen Angriffen

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 09:43 Uhr | dpa.de

Im Irak hat MinisterprÀsident Ali al-Saidi nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats einberufen.

Das Treffen in Bagdad solle sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die Angriffe in der Nacht zielten nach US-Angaben auf mit dem Iran verbĂŒndete Milizen im Irak.

Die sogenannten VolksmobilisierungskrĂ€fte (PMF), ein BĂŒndnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldeten, dass 20 ihrer KĂ€mpfer getötet und 32 weitere verletzt worden seien. Die US-saudischen Luftangriffe hĂ€tten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im sĂŒdlichen Basra und Ninive im Norden getroffen. Dabei seien auch GebĂ€ude, Fahrzeuge und MilitĂ€rausrĂŒstung beschĂ€digt worden.

Das US-MilitĂ€r bezeichnete die nĂ€chtlichen Angriffe im Irak als Reaktion auf angeblich mehr als 30 von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den 72 Stunden zuvor. Das saudische Verteidigungsministerium teilte mit, die Angriffe an Seite des US-MilitĂ€rs hĂ€tten Zielen von Milizen im Irak gegolten, von denen zuvor Angriffe auf saudische Ölanlagen ausgegangen seien.

Im Iran-Krieg stehen die Golfstaaten - etwa Saudi-Arabien und auch Kuwait - parallel zu den iranischen Angriffen teilweise auch unter Beschuss aus dem Irak, wo die mit Teheran verbĂŒndeten Milizen weiterhin großen Einfluss haben. Die Regierung al-Saidis strebt eine Entwaffnung der Milizen an, realistisch scheint dies derzeit aber nicht.

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