NRW, Kreislaufwirtschaft

NRW startet 28-Millionen-Förderoffensive für Kreislaufwirtschaft

10.02.2026 - 14:22:11

Nordrhein-Westfalen stellt drei neue Förderprogramme vor, um Unternehmen bei ressourcenschonender Produktion und grüner Transformation zu unterstützen. Antragsfristen enden bis Juni 2026.

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will den Mittelstand mit einem neuen Millionenpaket zur Kreislaufwirtschaft drängen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Umweltminister Oliver Krischer stellten heute in Düsseldorf drei gebündelte Förderprogramme vor, die kleinen und mittleren Unternehmen den grünen Umbau erleichtern sollen.

Drei Programme für mehr Ressourceneffizienz

Das Volumen von 28 Millionen Euro stammt aus EU-Töpfen und fließt in drei klar definierte Bereiche. Ziel ist es, Abhängigkeiten von Rohstoffimporten zu verringern und klimafreundliche Produktionsverfahren zu entwickeln.

Das Programm Ressource.NRW fördert Investitionen in Technologien, die den Material- und Energieverbrauch deutlich senken. Anträge sind bis zum 30. Juni 2026 möglich.

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Unter dem Titel Zirkuläre Produktion werden Prototypen für langlebige, reparierbare und recyclingfähige Produkte unterstützt. Hier endet die Antragsfrist bereits am 29. April 2026.

Das neue Programm ZukunftUmweltwirtschaft.NRW richtet sich an angewandte Forschung und Demonstrationsvorhaben für Umwelttechnologien. Projektskizzen müssen bis zum 30. April 2026 eingereicht werden.

Wettbewerbsvorteil durch Kreislaufdenken

„Die Kreislaufwirtschaft ist eine Zukunftschance, die Ressourcen schont und die regionale Wirtschaft stärkt“, betonte Wirtschaftsministerin Neubaur. Für die Unternehmen in NRW gehe es um nichts weniger als ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit in einem volatilen Rohstoffmarkt.

Umweltminister Krischer sieht in der Initiative einen doppelten Gewinn: „Eine moderne Wirtschaft muss neu denken, wie sie mit Ressourcen umgeht. Damit sichern wir technologische Souveränität und schützen die Umwelt.“

Strategische Antwort auf EU-Druck

Der Vorstoß kommt zur rechten Zeit. Deutsche Mittelständler stehen unter wachsendem Druck, ihre Lieferketten zu dekarbonisieren. Die explizite Ausrichtung an der EU-Strategie für strategische Technologien (STEP) zeigt, dass NRW die Weichen stellen will, um grüne Schlüsseltechnologien in Europa zu halten.

Die Bündelung der Programme ist eine Reaktion auf eine alte Klage der Verbände: Bisher war die Förderlandschaft oft zersplittert und unübersichtlich. Die engen Fristen – besonders für die zirkuläre Produktion – zwingen die Unternehmen allerdings zum schnellen Handeln.

Die Effizienz-Agentur NRW wird die Anträge fachlich begleiten und bewerten. Das deutet auf einen Fokus auf qualitativ hochwertige, technisch machbare Projekte hin, nicht auf breit gestreute Subventionen.

Erste Projekte noch 2026 möglich

Mit Antragsschluss zwischen Ende April und Juni 2026 rechnen Experten mit einer Flut von Projektvorschlägen aus dem Maschinenbau und verarbeitenden Gewerbe. Erfolgreiche Antragsteller erhalten eine Kofinanzierung von EU und Land. Die ersten Pilotprojekte könnten noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.

Die Nachfrage nach Förderung für zirkuläre Produktion dürfte besonders hoch sein. Der Markt für reparierbare und recyclingfähige Produkte wächst stetig. Sollte die erste Tranche von 28 Millionen Euro schnell ausgeschöpft sein, werden Forderungen nach einer Aufstockung im nächsten Haushalt laut werden.

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