Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: 78 Milliarden Dollar Prognose für Q1

15.05.2026 - 00:45:31 | boerse-global.de

Nvidia erreicht neue Kurshöhen, während Exportlizenzen für H200-Chips nach China vorliegen, aber Lieferungen noch stocken. Der Quartalsbericht am 20. Mai rückt in den Fokus.

Nvidia Aktie: 78 Milliarden Dollar Prognose für Q1 - Foto: über boerse-global.de
Nvidia Aktie: 78 Milliarden Dollar Prognose für Q1 - Foto: über boerse-global.de

Nvidia läuft an der Börse weiter wie ein Unternehmen, das die KI-Nachfrage in eigene Währung verwandelt. Der Marktwert liegt bei rund 5,5 Billionen Dollar, die Aktie markiert am Donnerstag neue Höhen. Der heikle Teil der Geschichte spielt aber in Peking: Exportlizenzen sind offenbar da, echte Lieferungen noch nicht.

Die Aktie notiert bei 201,95 Euro und legt am Donnerstag 4,69 Prozent zu. Seit Jahresanfang summiert sich das Plus auf 25,36 Prozent. Der Kurs spiegelt damit nicht nur Wachstum wider, sondern auch die Hoffnung, dass der China-Knoten sich löst.

H200-Lizenzen öffnen eine Tür

Das US-Handelsministerium soll Verkäufe von Nvidias H200-KI-Chips an rund zehn große chinesische Kunden genehmigt haben. Zu den genannten Abnehmern zählen Alibaba, Tencent, ByteDance und JD.com. Jede zugelassene Firma dürfte bis zu 75.000 H200-Beschleuniger kaufen.

Der politische Preis ist hoch. Die Regierung Trump knüpft die Exportlizenzen an ein neues Erlösmodell: Ein Viertel der Umsätze aus diesen Verkäufen soll an den US-Staat fließen. Um direkte Exportgebühren zu vermeiden, sollen die Chips vor der Auslieferung nach China über US-Territorium laufen.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Genau hier beginnt das Problem. Physische Lieferungen sind bislang nicht erfolgt, weil Peking heimische Unternehmen offenbar von finalen Bestellungen abhält. China prüft parallel die Sicherheit der Lieferketten. Für Nvidia ist das kein Randthema, sondern ein Testfall dafür, wie viel Geschäft in China trotz Exportkontrollen noch möglich bleibt.

Huang reist in politisch aufgeladenem Moment

Nvidia-Chef Jensen Huang ist Teil einer hochrangigen US-Wirtschaftsdelegation in Peking, angeführt von Präsident Donald Trump. Seine Teilnahme kam spät zustande: Huang stieg in Alaska in die Präsidentenmaschine, nachdem er zunächst nicht auf der öffentlichen Delegiertenliste stand. Das zeigt, wie eng Chipgeschäfte und Diplomatie inzwischen verknüpft sind.

In den Gesprächen geht es um blockierte Technologiegeschäfte und um die Rolle von KI-Rechenleistung im Handelskonflikt. Huang wirbt seit längerem dafür, im chinesischen Markt präsent zu bleiben. Aus seiner Sicht ist China ein zentraler Bestandteil des globalen Technologie-Ökosystems.

Nvidias Abhängigkeit von China ist allerdings kleiner geworden. Im Geschäftsjahr 2026 entfielen etwa 9,1 Prozent des Umsatzes auf China, nach 13,1 Prozent im Vorjahr. Der US-Markt lieferte zuletzt den Großteil der Erlöse und trägt damit den wichtigsten Teil des Wachstums.

Gaming-Grafikkarten werden teurer

Abseits der Rechenzentren verschärfen sich die Kostenprobleme im Gaming-Segment. Nvidia hat Partnern offenbar höhere Kit-Preise für die GeForce RTX 5090 und die China-Variante RTX 5090D V2 mitgeteilt. Der Aufschlag beträgt 300 Dollar, ausgelöst durch knappen und teureren GDDR7-Speicher.

Anzeige

Nvidia vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.

Nvidia hält die unverbindliche Preisempfehlung für die RTX 5090 bei 1.999 Dollar. Für Hersteller wie Asus oder Gigabyte wird die Marge damit enger, sofern sie die höheren Kosten nicht an Kunden weitergeben. In einzelnen Märkten liegen Partnerkarten bereits deutlich über der offiziellen Marke.

Zahlen am 20. Mai

Der nächste harte Prüfpunkt kommt schnell. Am 20. Mai legt Nvidia Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor; die Umsatzprognose liegt bei 78,0 Milliarden Dollar. Das Management rechnet dabei nicht mit nennenswerten China-Erlösen aus Data-Center-Computing, weil H200-Lieferungen weiter hängen.

Im vierten Quartal hatte Nvidia 68,1 Milliarden Dollar umgesetzt, der Löwenanteil kam aus dem Data-Center-Geschäft. Die aktuelle Prognose würde einem Umsatzsprung um 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Eine Einigung in Peking wäre damit kein Rettungsanker, sondern zusätzlicher Hebel für ein bereits extrem starkes Geschäftsmodell.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 15. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schätzen die Börsenprofis Nvidia Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Nvidia Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | US67066G1040 | NVIDIA | boerse | 69337804 |