Nvidia Aktie: DeepSeek-Skandal eskaliert
24.02.2026 - 04:18:30 | boerse-global.deDie US-Regierung wirft dem chinesischen KI-Startup DeepSeek vor, sein neuestes KI-Modell auf Nvidias hochmodernen Blackwell-Chips trainiert zu haben â und das trotz striktem US-Exportverbot. Ein hochrangiger Beamter der Trump-Administration bestĂ€tigte am Montag gegenĂŒber Reuters, dass DeepSeek die fortschrittlichsten KI-Prozessoren des kalifornischen Chip-Giganten verwendet haben soll. Die Chips befinden sich demnach in einem Rechenzentrum in der Inneren Mongolei.
Washington geht davon aus, dass DeepSeek die technischen Indikatoren entfernen wird, die auf die Nutzung amerikanischer Chips hinweisen könnten. Wie das Unternehmen an die streng regulierten Blackwell-Prozessoren gelangte, bleibt unklar. Die US-Handelspolitik ist eindeutig: "Wir liefern keine Blackwells nach China", so der Regierungsvertreter. Nvidia lehnte eine Stellungnahme ab, das Handelsministerium und DeepSeek reagierten nicht auf Anfragen.
Politischer Sprengstoff fĂŒr Washington
Der bestĂ€tigte Einsatz der gesperrten Chips könnte die ohnehin angespannte Debatte in Washington weiter anheizen. WĂ€hrend KI-Zar David Sacks und Nvidia-CEO Jensen Huang argumentieren, dass Chiplieferungen nach China chinesische Konkurrenten wie Huawei davon abhalten wĂŒrden, eigene Technologien zu entwickeln, fĂŒrchten China-Hardliner eine militĂ€rische Nutzung. "Das zeigt, warum der Export jeglicher KI-Chips nach China so gefĂ€hrlich ist", kommentierte Chris McGuire, ehemaliger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats unter Joe Biden.
Die US-Exportkontrollen verbieten derzeit Blackwell-Lieferungen nach China. Im August 2025 hatte PrĂ€sident Trump zunĂ€chst den Verkauf einer abgespeckten Blackwell-Version erlaubt, ruderte dann aber zurĂŒck. Seine Entscheidung im Dezember 2025, chinesischen Firmen den Kauf von Nvidias zweitfortschrittlichstem Chip H200 zu gestatten, stieĂ auf heftige Kritik â die Lieferungen stocken jedoch weiterhin aufgrund eingebauter Schutzmechanismen.
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Nvidia-Zahlen am Mittwoch im Fokus
FĂŒr die Nvidia-Aktie kommt die Kontroverse zu einem heiklen Zeitpunkt. Am Mittwoch legt das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt seine Zahlen fĂŒr das vierte GeschĂ€ftsquartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,52 Dollar bei einem Umsatz von 65,56 Milliarden Dollar â nach 0,89 Dollar und 39,33 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die Zahlen werden als wichtiger Gradmesser fĂŒr die Nachfrage nach KI-Prozessoren gewertet, nachdem Software-Aktien zuletzt unter Druck gerieten.
Das US-Handelsministerium Ă€uĂerte sich nicht dazu, wie die jĂŒngsten EnthĂŒllungen die Entscheidung ĂŒber mögliche H200-VerkĂ€ufe an DeepSeek beeinflussen könnten. Der Regierungsvertreter ergĂ€nzte, das DeepSeek-Modell stĂŒtze sich wahrscheinlich auch auf die "Destillation" von Modellen fĂŒhrender US-KI-Unternehmen wie Anthropic, Google, OpenAI und xAI â ein Vorwurf, den bereits OpenAI und Anthropic erhoben hatten.
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