Ălpreise steigen auf 4-Monatshoch - US-Drohkulisse gegen den Iran
Veröffentlicht am: 28.01.2026 um 15:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach einem deutlichen Anstieg am Vortag ging es mit den Kursen weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im MĂ€rz kostete zuletzt 68,41 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Vortag. Der Preis fĂŒr US-Ăl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 97 Cent auf 63,36 Dollar zu.
Am Ălmarkt bleiben geopolitische Spannungen das bestimmende Thema. Der Blick der Anleger richtet sich auf die Entwicklung im Opec-Mitglied Iran, nachdem die Vereinigten Staaten ihre militĂ€rische Macht in der Region verstĂ€rken. Nach Angaben von US-PrĂ€sident Donald Trump ist eine weitere Kriegsflotte Richtung Iran unterwegs.
Bereits am Dienstag waren die Ălpreise um etwa zwei Dollar je Barrel gestiegen. Zur Wochenmitte haben die Notierungen fĂŒr Brent-Ăl und fĂŒr US-Ăl die Gewinne weiter ausgebaut und jeweils den höchsten Stand seit Ende September des vergangenen Jahres erreicht.
Aus den Aussagen von Trump wird allerdings nicht klar, wie genau die Vereinigten Staaten ihre MilitĂ€rprĂ€senz in der ölreichen Region am Persischen Golf verstĂ€rken wollen. Das zustĂ€ndige Regionalkommando des US-MilitĂ€rs (Centcom) kĂŒndigte eine mehrtĂ€gige LuftwaffenĂŒbung im Nahen Osten an. Trump hat ein militĂ€risches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jĂŒngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen.
Nach EinschĂ€tzung von Rohstoffexperten der Bank Standard Chartered zeigt sich am Ălmarkt eine verĂ€nderte Stimmung. Die Sorge vor einem Ăberangebot nach einer höheren Fördermenge durch den Ălverbund Opec+ trete stĂ€rker in den Hintergrund. Nachdem Angebotssorgen die zweite JahreshĂ€lfte 2025 bestimmt hatten, rechnen die Experten von Standard Chartered kĂŒnftig mit stĂ€rkeren Preisschwankungen am Ălmarkt.
