OMV: 100.000 Tonnen Toluol in Petrobrazi
24.06.2026 - 06:17:19 | boerse-global.de
Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV treibt die Modernisierung seines Petrochemiegeschäfts voran. Die Tochtergesellschaft OMV Petrom hat eine neue Aromatenanlage in der Raffinerie Petrobrazi in Betrieb genommen. Eine Investition von rund 140 Millionen Euro.
Die neue Anlage ersetzt Technik aus dem Jahr 1961. Sie extrahiert Benzol aus Benzin und ermöglicht so die Herstellung von Kraftstoffen mit hoher Oktanzahl. Gleichzeitig steigt die Produktionskapazität für Toluol: von 50.000 auf rund 100.000 Tonnen pro Jahr.
Zweistellige Milliardeninvestitionen
Die aktuellen Arbeiten sind nur ein Teil einer langfristigen Strategie. Seit der Privatisierung flossen bereits mehr als 2 Milliarden Euro in den Standort Petrobrazi. Parallel treibt die OMV ein weiteres Großprojekt voran: 750 Millionen Euro sind für die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF), hydriertem Pflanzenöl (HVO) und grünem Wasserstoff vorgesehen.
Neue Wege im Schwarzen Meer
Neben der Raffinerie modernisiert die OMV auch ihre Explorationsaktivitäten. Das Unternehmen ist einem Konsortium beigetreten, das den Offshore-Block "Han Tervel" im bulgarischen Schwarzen Meer erkundet. Die Beteiligung beträgt 25 Prozent, Partner sind Shell und TPOC. Die Lizenz läuft über fünf Jahre.
Die OMV-Aktie notierte zuletzt bei 55,90 Euro. Das sind rund 13 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 64,40 Euro, das im Mai erreicht wurde. Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von rund 22 Prozent. Der RSI von 36,1 signalisiert neutrales Momentum — die Aktie liegt fünf Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.
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