Ondas Holdings Aktie: Lockheed-Martin-Deal stÀrkt Sentrycs
25.06.2026 - 02:59:16 | boerse-global.de
AuftrĂ€ge schieĂen nach oben, die Aktie rauscht nach unten. Ondas Holdings erlebt eine dieser Phasen, die Anleger an guten und an schlechten Tagen gleichermaĂen fordern.
Das Unternehmen aus der Verteidigungs- und Drohnentechnologie hat sich in den letzten Wochen neu aufgestellt. Die Kehrseite: Der Aktienkurs verlor innerhalb eines Monats rund ein FĂŒnftel an Wert und notiert bei 6,77 Euro.
VerteidigungsauftrĂ€ge schieĂen in die Höhe
Die operative Entwicklung spricht eine andere Sprache. Gleich mehrere GroĂauftrĂ€ge sorgen fĂŒr volle AuftragsbĂŒcher. Allein im Juni sicherte sich Ondas AuftrĂ€ge im Wert von ĂŒber 40 Millionen Dollar. Das zweite Quartal kommt damit auf ein Bestellvolumen von mehr als 150 Millionen Dollar.
Hinzu kommt eine strategische Partnerschaft mit Lockheed Martin. Die Tochterfirma Sentrycs integriert ihre Cyber-over-RF-Technologie in die Sanctum-Plattform des US-RĂŒstungskonzerns. Das System dient der Abwehr feindlicher Drohnen und ist militĂ€risch hochrelevant.
Einen weiteren Erfolg verbuchte Ondas beim britischen Verteidigungsministerium. Die SkyLance-Drohne bestand Flugtests im Rahmen des Projekts Brakestop. Die Nachfrage aus dem Ausland wĂ€chst spĂŒrbar.
Insider-Verkauf: Nur die halbe Wahrheit
In den Charts zeigte sich zuletzt ein krĂ€ftiger AbwĂ€rtstrend. Der Abstand zum Jahreshoch von 13,02 Euro betrĂ€gt inzwischen fast 50 Prozent. Der RSI von 34,4 deutet auf eine baldige Erholung hin. Die annualisierte VolatilitĂ€t liegt bei ĂŒber 109 Prozent.
Ein Grund fĂŒr den Druck: InsiderverkĂ€ufe des CEO Eric Brock. Er hatte Anfang Juni rund 2,38 Millionen Aktien abgestoĂen. Der Markt reagierte nervös.
Doch der Verkauf war kein freier Entschluss. Die Transaktion diente ausschlieĂlich der Begleichung von Steuerverbindlichkeiten â ausgelöst durch die Einlösung von 4,5 Millionen Aktienoptionen. Brock hĂ€lt weiterhin knapp 4,74 Millionen Aktien.
Millionen-ZukÀufe als neuer Wachstumstreiber
Ondas setzt auch auf ZukĂ€ufe. FĂŒr 125 Millionen Dollar ĂŒbernimmt das Unternehmen Cyberhawk, einen Spezialisten fĂŒr KI-gestĂŒtzte Infrastruktur-Analysen aus der Luft. Davor hatte Ondas bereits Omnisys ĂŒbernommen, eine Software-Schmiede fĂŒr Gefechtsfeldsteuerung.
Ein weiterer Coup: Die Tochter World View wurde vom US-MilitĂ€r fĂŒr das Maritime-Domain-Awareness-Programm der Navy ausgewĂ€hlt. Das GeschĂ€ft spannt sich damit von strategischen Beobachtungsplattformen bis zu Robotersystemen am Boden.
Trotz der positiven Meldungen bleibt ein Risiko bestehen. Das Management hat die Umsatzprognose auf mindestens 390 Millionen Dollar angehoben. Analysten rechnen aber nicht vor 2028 mit operativer Gewinnschwelle.
Die Quartalszahlen kommen im August. Bis dahin entscheidet sich, ob Ondas die operative Dynamik in höhere Kurse ĂŒbersetzen kann â oder ob die Investitionskosten den Aktienkurs weiter belasten.
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