OpenAI, Werbung

OpenAI führt Werbung in ChatGPT ein

24.01.2026 - 16:51:12

ChatGPT wird kostenpflichtig: Der KI-Gigant testet ab Februar Werbeanzeigen für Gratis-Nutzer, um Milliardenkosten zu stemmen. Die Entscheidung markiert eine strategische Wende im Kampf um nachhaltige KI-Finanzierung.

OpenAI betritt Neuland. Ab Februar sollen erstmals Werbeanzeigen im kostenlosen ChatGPT erscheinen. Auch Nutzer des neuen „ChatGPT Go“-Tarifs für acht Euro monatlich werden die kommerziellen Botschaften sehen. Nur zahlende Kunden der Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Plänen bleiben werbefrei.

Die Anzeigen werden nicht in die KI-Antworten eingebettet. Stattdessen erscheinen sie am Ende einer Antwort, klar als „Gesponsert“ gekennzeichnet. Sie sollen nur themenrelevant geschaltet werden. Nutzer können Anzeigen wegklicken, Feedback geben und die Personalisierung deaktivieren.

Anzeige

Viele Unternehmen unterschätzen inzwischen die rechtlichen Folgen des KI‑Einsatzes. Die EU‑KI‑Verordnung (AI Act) bringt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und umfangreiche Dokumentationsanforderungen – wer die Fristen übersieht, riskiert Bußgelder und Nachbesserungen. Ein kostenloser, praxiserprobter Leitfaden erklärt verständlich, welche Pflichten auf Entwickler, Anbieter und Anwender von KI-Systemen zukommen und wie Sie Ihr System richtig klassifizieren. Kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden herunterladen

Der milliardenschwere Kostendruck

Hinter der Werbe-Offensive steckt ein gewaltiges Finanzproblem. Zwar steigerte OpenAI seinen Jahresumsatz von 2 Milliarden Euro (2023) auf über 20 Milliarden Euro (2025). Doch die Infrastrukturkosten für Rechenleistung explodieren parallel.

„Die Verfügbarkeit von Rechenleistung treibt unser Wachstum direkt an“, erklärt das Unternehmen. Mit hunderten Millionen Nutzern – die meisten im Gratis-Tarif – ist Werbung der logische Weg, dieses Publikum zu monetarisieren. Finanzchefin Sarah Friar nennt 2026 ein Jahr der „praktischen Nutzung“. Werbung soll KI nachhaltig zugänglich halten.

Ein Balanceakt für das Vertrauen

Kann Werbung in einem persönlichen Chatbot funktionieren? OpenAI verspricht strikte Trennung. Die „Antwort-Unabhängigkeit“ sei zentral: Werbung beeinflusse die KI-Inhalte nicht. Gespräche bleiben privat und werden nicht an Werbetreibende verkauft.

In sensiblen Chats über Gesundheit, Psyche oder Politik erscheinen keine Anzeigen. „Eine kostenpflichtige, werbefreie Option wird es immer geben“, betont OpenAI. Der Erfolg hängt davon ab, ob Nutzer die Kommerzialisierung akzeptieren – oder zu Konkurrenzangeboten abwandern.

Vorbild für die ganze Branche?

OpenAI setzt mit dem Schritt einen Präzedenzfall. Die gesamte Tech-Branche beobachtet, ob sich ein neuer Werbemarkt für Konversations-KI erschließen lässt. Konkurrent Google DeepMind hat laut Berichten aktuell keine Werbepläne für seinen Chatbot.

Kritiker warnen vor einem Bruch des Nutzervertrauens. Das cleanes, hilfreiches Erlebnis von ChatGPT könnte unter der Kommerzialisierung leiden. Die ersten Tests in den USA werden zeigen, ob Werbung und objektive KI-Assistenz koexistieren können – oder sich gegenseitig ausschließen.

Anzeige

PS: Die neuen KI‑Regeln gelten bereits – jetzt zählt vor allem die praktische Umsetzung. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch Kennzeichnungspflichten, Dokumentationspflichten und Übergangsfristen, damit Ihr Einsatz von Konversations‑KI rechtssicher bleibt. Ideal für Entscheider und Entwickler, die Bußgelder und Implementierungsfallen vermeiden wollen. Jetzt KI‑Regel‑Check herunterladen

@ boerse-global.de