OpenAI startet Bug-Bounty-Programm für KI-Sicherheit
28.03.2026 - 00:00:35 | boerse-global.deOpenAI setzt mit einem neuen öffentlichen Bug-Bounty-Programm einen Maßstab für verantwortungsvolle KI-Entwicklung. Das Programm honoriert die Entdeckung von KI-spezifischen Missbrauchsrisiken mit bis zu 100.000 Euro.
Das am 25. März 2026 gestartete Safety Bug Bounty-Programm ergänzt das bestehende Sicherheitsprogramm des KI-Pioniers. Es zielt gezielt auf Risiken ab, die über klassische Software-Schwachstellen hinausgehen. Die Initiative wird auf der Plattform Bugcrowd gehostet und richtet sich an Sicherheitsforscher weltweit.
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Neue Angriffsflächen durch KI-Systeme
Das Programm adressiert drei Hauptkategorien. Den Kern bilden „Agentic Risks“ – Risiken durch autonome KI-Agenten. Dazu gehören etwa die Manipulation von ChatGPT Agent durch gezielte Prompt-Injection-Angriffe oder das Ausspähen sensibler Daten. Ein gemeldetes Verhalten muss dabei zu mindestens 50 Prozent reproduzierbar sein.
Die zweite Kategorie betrifft die ungewollte Offenlegung interner OpenAI-Informationen durch KI-Ausgaben. Die dritte zielt auf Schwachstellen in Systemen zur Durchsetzung von Plattformregeln ab, etwa die Umgehung von Anti-Automation-Kontrollen.
Bis zu 100.000 Euro für kritische Funde
Die Prämien spiegeln die Bedeutung der Entdeckungen wider: Sie reichen von einigen hundert Euro für geringfügige Funde bis zu 100.000 Euro für kritische Sicherheitslücken. Die Höhe richtet sich nach Schweregrad und Neuartigkeit des entdeckten Problems.
Allerdings sind reine „Jailbreaks“, die lediglich Inhaltsrichtlinien umgehen ohne konkreten Schaden anzurichten, vom öffentlichen Programm ausgenommen. Für hochsensible Bereiche wie Biorisiken in Modellen wie GPT-5 führt OpenAI gesonderte, private Bug-Bounty-Kampagnen durch.
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Branchenweite Signalwirkung erwartet
Die Initiative markiert einen Wendepunkt für die gesamte KI-Branche. Sie anerkennt, dass fortschrittliche KI-Systeme ein neues Paradigma für Sicherheitsforschung erfordern. Analysten erwarten, dass andere Entwickler diesem Beispiel folgen werden.
Das Programm soll das Vertrauen von Unternehmenskunden stärken, die KI-Lösungen bisher aus Sicherheitsbedenken zögerlich einsetzen. Gleichzeitig bindet es die globale Forschungscommunity aktiv in die Entwicklung neuer Bedrottungsmodelle für KI ein. Die langfristige Strategie von OpenAI basiert auf einer adaptiven, kollaborativen Herangehensweise, um KI-Systeme robust und vertrauenswürdig zu halten.
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