OpenAI, Leidos

OpenAI und Leidos bringen KI in US-Behörden

25.01.2026 - 23:02:12

OpenAI und der US-Dienstleister Leidos starten eine Partnerschaft, um agentenbasierte KI sicher in kritischen Regierungsabläufen einzusetzen. Der Fokus liegt auf autonomen Systemen für nationale Sicherheit und Verteidigung.

KI-Gigant und Staatsdienstleister starten strategische Partnerschaft für sichere KI in kritischen Infrastrukturen. Die Allianz markiert den Übergang von Experimenten zum flächendeckenden Einsatz von Agenten-KI in nationaler Sicherheit, Gesundheit und Verteidigung.

Vom Labor in den Regierungsalltag

OpenAI, bekannt für ChatGPT, und der US-Rüstungs- und IT-Dienstleister Leidos bündeln ihre Kräfte. Ziel ist die Integration generativer und agentenbasierter KI in Kernabläufe der US-Bundesbehörden. Die Partnerschaft, ein Herzstück der Leidos-Strategie „NorthStar 2030“, soll Effizienz und Widerstandsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung steigern.

Dabei geht es nicht nur um Chatbots. Der Fokus liegt auf „Agentic AI“ – Systemen, die komplexe, mehrstufige Aufgaben autonom ausführen. Leidos will OpenAIs Modelle mit eigenen Tools kombinieren, um maßgeschneiderte Workflows für analytische Herausforderungen zu entwickeln. Der Schritt weg von reiner Datenverarbeitung hin zu proaktivem, missionsspezifischem Problemlösen ist damit klar.

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Sichere KI für sensible Missionen

Ein zentrales Versprechen ist Sicherheit. Die KI-Modelle sollen in speziell abgeschotteten Konfigurationen laufen, um sensible Regierungsdaten zu schützen. Diese Voraussetzung ist entscheidend für die Akzeptanz auf Bundesebene.

Die Anwendungsfelder sind vielfältig: Von globalen Bedrohungsanalysen über die Überwachung komplexer Lieferketten bis hin zur Erkennung von Deepfakes. Ingenieurteams beider Unternehmen passen die Lösungen an die strengen Sicherheitsprotokolle der Behörden an. Parallel nutzt Leidos die OpenAI-Plattform intern, um die Produktivität Tausender eigener Mitarbeiter zu steigern.

Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg

Die Partnerschaft kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Die US-Regierung treibt die KI-Adaption zur Modernisierung voran. OpenAI baut seine Präsenz im Public Sector mit Angeboten wie ChatGPT Gov aus und durchläuft FedRAMP-Zertifizierungen.

Experten betonen: Der Erfolg hängt von Vertrauen, Sicherheit und klarem Missionsbezug ab. „Die Zusammenarbeit soll Behörden beim Übergang von Experimenten zum echten Einsatz unterstützen, der den öffentlichen Dienst verbessert“, sagt Joseph Larson, OpenAIs Vizepräsident für Government Affairs. Leidos-CTO Ted Tanner sieht in der KI die Chance, die Arbeitsweise von Bundesbehörden grundlegend zu verbessern.

Auf dem Weg zum resilienten Staat

Die Allianz könnte zum Blaupause für KI in hochregulierten Umgebungen werden. Ihr Erfolg misst sich daran, ob sie über Pilotprojekte hinausgeht und messbare Verbesserungen für die Behörden liefert.

Langfristig könnte diese Integration eine neue Klasse von für den Public Sector gehärteten KI-Tools hervorbringen. Das Ziel ist nicht bloße Automatisierung, sondern ein widerstandsfähigerer, reaktionsschnellerer Staat. Ob die Vision aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten der Implementierung zeigen.

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