OpenMind, Roboter-App-Store

OpenMind startet ersten universellen Roboter-App-Store

29.01.2026 - 08:14:12

Das US-Unternehmen OpenMind hat einen branchenübergreifenden Software-Marktplatz für Roboter gestartet, um die fragmentierte Industrie durch ein einheitliches Betriebssystem zu vereinen.

OpenMind will mit einem zentralen Software-Marktplatz die zersplitterte Roboter-Branche vereinen. Die Plattform soll Anwendungen für Roboter verschiedener Hersteller zugänglich machen – und so die Einführung der Maschinen beschleunigen.

New York. Das US-Unternehmen OpenMind hat den branchenersten App-Store für Roboter über Herstellergrenzen hinweg gestartet. Der Marktplatz soll als universelle Software-Verteilungsschicht für humanoide Roboter, Vierbeiner und andere Modelle fungieren. Ziel ist es, die oft isolierten Software-Ökosysteme der Roboterindustrie zu überwinden und die Kommerzialisierung der Technologie voranzutreiben.

Ein Betriebssystem als universelle Grundlage

Herzstück der neuen Plattform ist das quelloffene Betriebssystem OM1 von OpenMind. Es abstrahiert die komplexe Steuerung von Roboterbewegungen und Aufgabenlogik. Entwickler können so anspruchsvolle Fähigkeiten in portable Anwendungen packen, die über den Store vertrieben werden.

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„Die Hardware reift rasant, aber die Software hinkt hinterher“, erklärt die Strategie hinter dem Vorstoß. Bislang benötigte jede Roboter-Integration maßgeschneiderte Software – teuer und schwer skalierbar. Der App-Store soll Roboter nun durch Software-Updates neu konfigurieren und umfunktionieren, ähnlich wie bei einem Smartphone.

Strategische Allianzen für breite Akzeptanz

Für eine hohe Kompatibilität startet die Plattform mit Unterstützung für Roboter von zehn Hardware-Herstellern. Zu den Launch-Partnern gehören namhafte Firmen wie UBTech, Agibot und Fourier Intelligence. Gerade die Partnerschaft mit UBTech, einem Vorreiter bei humanoiden Fabrikrobotern, unterstreicht den Anspruch, auch hochspezialisierte Roboterformen einzubinden.

Der Store ist ab sofort für weitere Entwickler und Hersteller geöffnet. Die ersten verfügbaren Anwendungen konzentrieren sich auf Wachstumsbereiche wie Bildung, Gesundheitswesen, Altenpflege und Heimüberwachung. Sie behandeln Kernfunktionen wie autonome Bewegung, soziale Interaktion und Datenschutzprotokolle.

Parallelen zur Mobilfunk-Revolution

Der Vorstoß von OpenMind ähnelt strategisch der Öffnung der Mobilfunkindustrie vor zwei Jahrzehnten. Ein standardisierter Marktplatz könnte Entwicklungskosten senken und Innovationen fördern. Die Branche bewegt sich generell in diese Richtung: Auch Konkurrenten wie Unitree haben kürzlich eigene App-Stores für ihre Roboter angekündigt.

Die Finanzmärkte zeigen großes Interesse an diesem Ökosystem-Ansatz. Der mit OpenMind verbundene Fabric Foundation platzierte am 26. Januar Token auf der Kaito-Plattform. Das Angebot war Berichten zufolge innerhalb von fünf Stunden überzeichnet – ein Zeichen starken Investor*innenvertrauens.

Kann eine universelle Sprache die Branche befreien?

Die Erfolgschancen der Plattform hängen nun von ihrer praktischen Nützlichkeit ab. Kann sie die Bereitstellung von Robotern in Unternehmen vereinfachen? Ermöglicht sie Verbraucher*innen wirklich neue Anwendungen? Der Fokus auf Schlüsselsektoren wie Gesundheit ist ein strategischer Einstieg, um den Mehrwert zu beweisen.

Branchenbeobachter*innen werden die Verbreitung von OM1 und das Wachstum des App-Ökosystems genau verfolgen. Eine universelle „Sprache“ für Roboter könnte die Fragmentierung überwinden, die die Branche lange ausgebremst hat. Gelingt dies, könnte OpenMinds Plattform zur fundamentalen Software-Schicht für die nächste Generation intelligenter Allzweckroboter werden.

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