Ostbeauftragte zeigt sich nach AfD-Wahlerfolg besorgt
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 17:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWenn Ostdeutschlands Wirtschaft weiter wachsen solle, seien Investitionen aus dem In- und Ausland und gut ausgebildete FachkrĂ€fte nötig, sagte Kaiser beim Ostdeutschen Unternehmertag in Potsdam laut Manuskript. DafĂŒr wĂŒrden aber stabile politische VerhĂ€ltnisse gebraucht.
"Wenn eine Partei stÀrkste Kraft wird, die unsere Demokratie und den europÀischen Binnenmarkt so radikal infrage stellt, dann schreckt das Investoren ab", sagte Kaiser laut Manuskript. "Erst recht sind die unverhohlen fremdenfeindlichen Parolen dieser Partei keine Einladung an ArbeitskrÀfte aus dem Ausland."
Die AfD gewann die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit groĂem Vorsprung, verpasste aber die absolute Mehrheit. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt dennoch eine stabile Mehrheit an.
Kaiser sieht Politik und Unternehmen in der Pflicht
Der Auftrag an die Parteien der demokratischen Mitte sei zu beweisen, dass die Transformation hin zu mehr Klimaschutz zum Vorteil der Menschen in Ostdeutschland ausgestaltet werde. Ostdeutsche Unternehmerinnen und Unternehmer seien auch in der Pflicht zu klarer Haltung und klaren Worten: "Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben keinen Platz in unseren Betrieben und auf unseren StraĂen", sagte Kaiser. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewĂ€hlt.
In den ostdeutschen LĂ€ndern gibt es nach EinschĂ€tzung der SPD-Politikerin eine starke industrielle Basis, hervorragende Hochschulen und Forschungseinrichtungen, und international erfolgreiche Unternehmen. Um langfristig erfolgreich zu sein, mĂŒssten aber private Investitionen stĂ€rker mobilisiert werden. Deshalb seien BĂŒrokratieabbau, schnellere Genehmigungsverfahren und mehr Digitalisierung nötig.
