Oxford Square Capital Aktie: 7,6 Millionen Dollar Verlust im Quartal
Veröffentlicht: 03.07.2026 um 03:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Oxford Square Capital steht vor einer harten Bewährungsprobe. Der gesamte Sektor der Business Development Companies (BDC) ist in die Verlustzone gerutscht, während steigende Kosten und Zahlungsausfälle die Bilanzen belasten. Für Anleger im Bereich der privaten Kreditvergabe zeichnet sich ein deutlicher Stimmungsumschwung ab.
BDC-Sektor rutscht in die Verlustzone
Die Marktdaten für das erste Quartal 2026 offenbaren einen scharfen Bruch mit der Vergangenheit. Erstmals seit zwei Jahren erwirtschaftete die Gruppe der 53 börsennotierten Kreditfonds in der Summe keine Gewinne mehr.
Statt eines Vorjahresgewinns von 26 Millionen Dollar meldete die Branche für das Auftaktquartal einen aggregierten Verlust von 7,6 Millionen Dollar. Parallel dazu kletterten die Zinsaufwendungen über die vergangenen zwei Jahre um rund 20 Prozent. Die teurere Refinanzierung frisst die Margen der Kreditgeber zunehmend auf.
Warnsignale bei der Liquidität
Ein kritisches Warnsignal für Firmen wie Oxford Square Capital ist der massive Anstieg sogenannter PIK-Einnahmen ("Payment-in-Kind"). Hierbei zahlen Schuldner ihre Zinsen nicht in bar, sondern schlagen sie auf den ursprünglichen Kreditbetrag auf.
Dieser Anteil stieg 2025 auf 8,1 Prozent der gesamten Zinserträge. Damit hat sich der Wert gegenüber dem Niveau vor 2020 fast verdoppelt. Marktbeobachter werten diesen Trend als Zeichen dafür, dass immer mehr Portfoliounternehmen ihre Cash-Zinszahlungen aufschieben müssen.
Kursverfall spiegelt Stress wider
Die Aktie von Oxford Square Capital schloss am Donnerstag bei 1,16 Euro. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 22 Prozent und hinkt dem Gesamtmarkt weit hinterher.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 2,06 Euro beträgt inzwischen mehr als 40 Prozent. Da Ratingagenturen wie Fitch den Ausblick für US-Kreditfonds herabstufen und Branchengrößen wie FS KKR Capital bereits sinkende Inventarwerte melden, bleibt der Druck auf die Portfoliowertungen von Oxford Square Capital hoch. Eine schnelle Erholung der Nettoinventarwerte ist angesichts der steigenden Ausfallrisiken vorerst nicht in Sicht.
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