Papst Leo XIV. hebt Finanz-Anordnung von VorgÀnger auf
06.10.2025 - 17:09:30 | dpa.deDurch das sogenannte Motu proprio verliert die Vatikanbank (IOR) das alleinige und exklusive Recht, die finanziellen Investitionen des Vatikans zu verwalten.
Die neue Anordnung besagt zwar, dass der Heilige Stuhl in der Regel weiter das IOR fĂŒr die Verwaltung der Vermögenswerte nutzen soll. Die zustĂ€ndigen Organe können nun aber auch auf FinanzintermediĂ€re anderer Staaten zurĂŒckgreifen, sofern zustĂ€ndige Gremien dies fĂŒr effizienter oder vorteilhafter halten. FinanzintermediĂ€re können etwa Banken oder Hedgefonds sein.
Papst Franziskus hatte im Sommer 2022 festgelegt, dass das IOR die ausschlieĂliche ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die Vermögensverwaltung besitzt und TreuhĂ€nder sĂ€mtlicher Finanzanlagen des Heiligen Stuhls und der mit ihm verbundenen Institutionen ist. Das neue Dekret von Papst Leo XIV. folgt der Empfehlung von Experten.
Das IOR verwaltet die Vermögen von rund 12.000 Kunden. Dazu gehören unter anderem katholische Institutionen, Vatikanangestellte und Botschafter beim Heiligen Stuhl. Gegen die Bank gab es in der Vergangenheit immer wieder Korruptions- und GeldwĂ€schevorwĂŒrfe. Der korrekte Umgang mit den eigenen Finanzen und Investitionen sind im Vatikan ein kontroverses Dauerthema.
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