Neue Streikgefahr bei Lufthansa: Gewerkschaft Ufo startet Urabstimmung
22.02.2024 - 18:28:12 | dpa.deDie Gewerkschaft Ufo erklĂ€rte am Donnerstag die Tarifverhandlungen fĂŒr rund 18 000 KabinenbeschĂ€ftigte fĂŒr gescheitert. Sie rief ihre Mitglieder auf, in einer Urabstimmung ab kommender Woche bis 6. MĂ€rz ĂŒber Streiks zu entscheiden. Die Lufthansa habe in einem weiteren SpitzengesprĂ€ch kein ausreichendes Angebot vorgelegt, teilte die UnabhĂ€ngige Flugbegleiter Organisation (Ufo) in Frankfurt mit.
"Wir gehen den Weg der Eskalation nicht gerne, es bleibt uns aber keine Alternative, solange die Lufthansa nicht auf unsere berechtigten Forderungen eingeht", sagte der Ufo-Vorsitzende Joachim VĂĄzquez BĂŒrger. Die Kabine habe Forderungen, die mehr als berechtigt seien. In der Krise hĂ€tten die BeschĂ€ftigten groĂe ZugestĂ€ndnisse gemacht, um ArbeitsplĂ€tze zu sichern. Er rechne bei der Urabstimmung mit einer hohen Beteiligung, sagte BĂŒrger.
Die Gewerkschaft hatte bereits Ende Januar die Gehaltsverhandlungen fĂŒr die Flugbegleiter der Stammgesellschaft einseitig abgebrochen und sich kampfbereit gezeigt. Den VergĂŒtungstarifvertrag fĂŒr die Lufthansa Kabine hatte sie zum Jahresende 2023 gekĂŒndigt.
Der Lufthansa steht nun die Eskalation des nĂ€chsten Tarifkonflikts bevor. Bei der Airline streikten zuletzt Piloten der Tochter Discover, um einen Erst-Tarifvertrag zu erzwingen. Zudem hatte diese Woche ein zweiter Warnstreik des Bodenpersonals den Lufthansa-Betrieb nahezu lahmgelegt. Hunderte FlĂŒge fielen aus, mehr als 100 000 Passagiere mussten umplanen. Eine schnelle Einigung mit der Gewerkschaft Verdi ist nicht in Sicht. Zudem laufen Tarifverhandlungen fĂŒr die LuftsicherheitskrĂ€fte. Bei einem bundesweiten Warnstreik, den Verdi Anfang Februar organisiert hatte, kam es ebenfalls zu FlugausfĂ€llen im groĂen Stil.
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