PayPal, Belohnungen

PayPal setzt auf KI und Belohnungen: Neuer CEO Lores gibt die Richtung vor

22.04.2026 - 11:10:44 | boerse-global.de

PayPal setzt auf KI-Assistenten und Cashback bei Venmo, um gegen Apple Pay zu bestehen. Der Umsatz wächst nur langsam.

PayPal setzt auf KI und Belohnungen: Neuer CEO Lores gibt die Richtung vor - Foto: über boerse-global.de
PayPal setzt auf KI und Belohnungen: Neuer CEO Lores gibt die Richtung vor - Foto: über boerse-global.de

PayPal-Chef Enrique Lores hat auf der hauseigenen Konferenz PayPal Beyond 2026 eine umfassende Neuausrichtung des Zahlungsdienstleisters präsentiert. Der Konzern setzt künftig verstärkt auf KI-gesteuerte Einkäufe und ein erweitertes Prämienprogramm.

Der neue starke Mann bei PayPal machte gleich klar, wo die Reise hingeht. Auf der zweitägigen Konferenz in San Francisco, die am 15. April endete, skizzierte Enrique Lores die Vision eines "Agentic Commerce". Dabei übernehmen digitale Assistenten die Produktsuche und Bezahlung für den Nutzer. Der Zahlungsriese will sich vom simplen Checkout-Button zum Vertrauensanker für das gesamte Zahlungsökosystem entwickeln.

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KI als Schlüsseltechnologie

Ein erster Meilenstein ist bereits erreicht: Seit Januar 2026 ermöglicht die Partnerschaft mit Microsoft das "Copilot Checkout". Kunden können Einkäufe direkt im KI-Assistenten von Microsoft abschließen, ohne die Seite wechseln zu müssen. Erste Händler wie Ashley Global Retail und Urban Outfitters verzeichnen laut Unternehmensangaben deutliche Steigerungen bei der Kaufhäufigkeit.

PayPal hat offenbar die Nase vorn, wenn es um KI-Talente geht. Der aktuelle "Evident AI Index for Payments" sieht den Konzern weltweit auf Platz eins bei KI-Fachkräften und Rang zwei bei Innovationen im Zahlungsverkehr. "Wir bauen offene Standards für KI-gesteuerte Erlebnisse", erklärte Technologiechef Srini Venkatesan. Das soll es auch kleineren Händlern ermöglichen, am "Agentic-Zeitalter" teilzunehmen.

Venmo wird zum Shopping-Portal

Parallel dazu treibt PayPal die Entwicklung seiner Tochter Venmo voran. Seit dem 15. April können Nutzer dort bei ausgewählten Lifestyle-Marken wie Sephora oder Taco Bell bis zu fünf Prozent Cashback erhalten. "Venmo entwickelt sich vom reinen Peer-to-Peer-Tool zur umfassenden Geldbewegungs-App", sagte Venmo-Chefin Alexis Sowa.

Die Strategie scheint aufzugehen: Die Venmo-Debitkarte und die Checkout-Dienste gehören zu den am schnellsten wachsenden Segmenten des Konzerns. Die Transaktionsvolumina und die Zahl der aktiven Nutzer legten zweistellig zu.

Fastlane als Trumpf gegen Apple Pay

Mit dem "Fastlane"-Gast-Checkout will PayPal verlorenes Terrain gegenüber Apple Pay zurückgewinnen. Händler, die das Tool 2025 einführten, verzeichneten Steigerungen der Konversionsraten um rund 50 Prozent. Seit Februar rollt PayPal den Dienst gemeinsam mit J.P. Morgan auch in Großbritannien und Europa aus.

Doch der Druck bleibt hoch: Während PayPal in den USA über 90 Millionen Nutzer zählt, wachsen die digitalen Geldbörsen von Apple und Google schneller. Apple Pay dominiert den US-Markt für mobile Zahlungen – eine existenzielle Bedrohung, der PayPal mit KI-gesteuerter Personalisierung und dem Fastlane-Tool begegnen will.

Herausforderungen im Kerngeschäft

Trotz der Fortschritte kämpft der Konzern mit Gegenwind. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Erlöse nur um vier Prozent auf 8,7 Milliarden Euro – und verfehlten damit die Analystenerwartungen. Das Wachstum des Marken-Checkouts verlangsamte sich auf rund ein Prozent. Der Aktienkurs geriet daraufhin unter Druck.

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Der Führungswechsel von Alex Chriss zu Enrique Lores, der am 1. März 2026 offiziell die Geschäfte übernahm, soll nun neue Dynamik bringen. Der ehemalige HP-Chef gilt als erfahrener Sanierer. "Disziplin und operative Exzellenz" lautet sein Rezept für den 33,2 Milliarden Euro schweren Konzern, der 2025 einen bereinigten freien Cashflow von 6,4 Milliarden Euro erwirtschaftete.

Ausblick: Weniger ist mehr

Für die zweite Jahreshälfte 2026 kündigte Finanzchefin Jamie Miller einen fokussierteren Kurs an: Statt das gesamte Portfolio gleichzeitig zu skalieren, will sich PayPal auf margenstarke Verbesserungen beim Marken-Checkout und auf "Commerce-as-a-Service"-Tools konzentrieren.

Zu den nächsten Meilensteinen gehören die breitere Einführung von Fastlane in Europa und die biometrische Authentifizierung bei Markenzahlungen. Das Management peilt eine Adoptionstate von 50 Prozent an. Zudem sollen "Buy Now, Pay Later"-Optionen früher im Einkaufsprozess angeboten werden.

Lores zeigte sich zum Abschluss der Konferenz zuversichtlich: Die Kombination aus erstklassigen KI-Talenten und disziplinierter Umsetzung werde PayPals nächste Wachstumsphase prägen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern ein Umsatzplus von rund vier Prozent.

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