PayPal treibt Venmo und Stablecoin PYUSD weltweit aus
25.03.2026 - 07:40:26 | boerse-global.dePayPal startet eine globale Offensive: Der Bezahldienst schickt seine P2P-App Venmo in 90 Länder und baut seinen Dollar-Stablecoin PYUSD auf 70 Märkte aus. Die Doppelstrategie soll den Konzern zum globalen Champion für grenzüberschreitende Zahlungen machen.
Venmo verlässt die USA und erobert 90 Länder
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Ein US-Phänomen geht in die Welt: PayPals beliebte Peer-to-Peer-App Venmo ist ab sofort in 90 Ländern verfügbar. Bisher war der Dienst, mit dem vor allem Amerikaner schnell Geld unter Freunden teilen, fast ausschließlich auf den Heimatmarkt beschränkt. Diese massive Expansion markiert einen strategischen Wendepunkt.
Das Ziel ist klar: PayPal soll vom boomenden Markt für grenzüberschreitende Zahlungen profitieren. Dieser wurde 2024 auf rund 40 Billionen Euro geschätzt und könnte bis 2032 auf über 62 Billionen Euro wachsen. Allein durch die globale Verfügbarkeit erhöht sich das potenzielle Nutzerfeld für Venmo schätzungsweise um 200 Millionen Menschen.
Der Clou der Neuausrichtung ist die vollständige Interoperabilität zwischen Venmo und dem klassischen PayPal-Konto. Nutzer können nun nahtlos Geld zwischen den beiden Ökosystemen verschieben – unabhängig vom Standort. Ein Venmo-Nutzer in New York kann so problemlos an einen PayPal-Kunden in München senden, nur mit einer Telefonnummer. Zur Einführung bis zum 24. August verzichtet Venmo auf internationale Überweisungsgebühren.
Stablecoin PYUSD erreicht 70 globale Märkte
Parallel treibt PayPal die Verbreitung seines eigenen, an den US-Dollar gebundenen Stablecoins PayPal USD (PYUSD) voran. Die digitale Währung ist nun in 70 Märkten weltweit verfügbar, darunter Schlüsselregionen wie Asien-Pazifik, Europa und Lateinamerika. Bisher war PYUSD fast nur in den USA und Großbritannien nutzbar.
Nutzer in den unterstützten Ländern können PYUSD jetzt direkt über ihr PayPal-Konto kaufen, halten, senden und empfangen. Der Vorteil: Transaktionen sollen schneller abgewickelt und deutlich günstiger sein als bei traditionellen Überweisungen. Unternehmen, die PYUSD akzeptieren, erhalten ihre Erlöse innerhalb von Minuten.
Die Strategie zeigt Wirkung. Die im Umlauf befindliche Menge an PYUSD hat kürzlich ein Allzeithoch von über 4,3 Milliarden Euro erreicht. „PYUSD auf 70 Märkten auszurollen, bedeutet schnelleren Zugang zu Geld, niedrigere Kosten für grenzüberschreitende Transfers und einen direkteren Weg zur Teilnahme an der globalen Wirtschaft“, erklärt May Zabaneh, PayPals Chefin für Krypto.
Strategischer Schachzug im globalen Zahlungsverkehr
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Mit dieser Doppel-Offensive verfolgt PayPal eine klare Agenda: Das Unternehmen will seine führende Position im digitalen Zahlungsverkehr ausbauen und sich gegen eine wachsende Konkurrenz behaupten. Diese reicht von traditionellen Anbietern wie Western Union bis zu digitalen Fintechs wie Wise.
Die Integration von Venmo und PYUSD schafft ein mächtiges, vernetztes Ökosystem. Für Verbraucher und Unternehmen soll der Handel über Grenzen hinweg so reibungsloser werden. Besonders in Regionen mit weniger effizienter Bankeninfrastruktur könnte das Angebot an Attraktivität gewinnen.
Gleichzeitig setzt PayPal mit PYUSD neue Maßstäbe im Stablecoin-Markt. Indem der Konzern eine regulierte, dollar-gedeckte Kryptowährung direkt in seine riesige Nutzerbasis integriert, senkt er die Hürden für die Alltagsnutzung. Das erhöht den Druck auf Mitbewerber wie Tether (USDT) oder Circle (USDC).
Ausblick: Mehr als nur Zahlungen
Die globale Expansion ist für PayPal nur der Anfang. Das Unternehmen arbeitet bereits an der nächsten Stufe der digitalen Transformation. Im Fokus stehen sogenannter „agentic commerce“, also intelligente, automatisierte Kaufprozesse, sowie „Buy Now, Pay Later“-Lösungen (BNPL).
Die Weichen sind gestellt: Indem PayPal seine etablierte P2P-Plattform mit moderner Stablecoin-Technologie verbindet, positioniert es sich als zentraler Akteur im Zahlungsverkehr der Zukunft. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Welt bereit ist für Venmo – und ob der globale Markt PayPal als Brückenbauer zwischen traditionellen und digitalen Finanzen annimmt.
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