Petrobras Aktie: Gas wird günstiger
28.01.2026 - 21:18:31Brasiliens staatlicher Ölkonzern Petrobras startet mit einer umfassenden Strategieoffensive ins Jahr 2026. Zum 1. Februar senkt das Unternehmen die Gaspreise erneut – die jüngste Maßnahme in einer Reihe von Preisanpassungen seit Ende 2022. Gleichzeitig fließen Hunderte Millionen in den Ausbau der Logistikflotte, während neue Tiefseeprojekte genehmigt werden.
Rekordproduktion als Basis
Die operative Ausgangslage ist solide: 2023 erreichte Petrobras mit 2,78 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (boed) eine Rekordförderung – ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ölproduktion allein lag bei durchschnittlich 2,24 Millionen Barrel täglich. Bemerkenswert: 78 Prozent der Förderung stammten aus den technologisch anspruchsvollen Pre-Salt-Feldern vor der brasilianischen Küste. Vier neue Offshore-Plattformen, die 2023 in Betrieb gingen, trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei.
Für 2026 plant die brasilianische Öl- und Gasaufsichtsbehörde ANP Investitionen von rund 890 Millionen US-Dollar in die Explorationsphase neuer Verträge – 96 Prozent davon konzentrieren sich auf Offshore-Vorkommen.
Milliarden-Offensive in der Logistik
Zusammen mit der Logistiktochter Transpetro investiert Petrobras 2,8 Milliarden Reais (umgerechnet etwa 520 bis 560 Millionen US-Dollar) in den Ausbau der eigenen Transportflotte. Geplant sind fünf neue Gastanker, 18 Bargen und 18 Schubboote. Ziel der Maßnahme: Die Transportkapazität für Flüssiggas (LPG) ausbauen und die Abhängigkeit von gecharterten Schiffen verringern.
Parallel dazu genehmigte der Konzern die finale Investitionsentscheidung für das Sergipe-Tiefwasserprojekt (SEAP II) im Sergipe-Alagoas-Becken. Petrobras sucht derzeit Vertragspartner für bis zu zwei schwimmende Produktions- und Lagereinheiten (FPSOs). Die erste Anlage soll 2030 in Betrieb gehen.
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Preispolitik mit Signalwirkung
Ab dem 1. Februar sinken die Gaspreise für Vertriebsgesellschaften um 7,8 Prozent. Laut Petrobras summieren sich die Preisrückgänge seit Dezember 2022 damit auf insgesamt 38 Prozent – eine deutliche Entlastung für die nachgelagerten Abnehmer und letztlich für Endverbraucher.
Die Kombination aus stabiler Produktion, strategischen Infrastrukturinvestitionen und einer langfristigen Preispolitik zeichnet ein Bild eines Konzerns, der sich trotz volatiler Rohstoffmärkte operativ gut positioniert hat. Mit dem SEAP-II-Projekt entsteht zudem ab 2030 eine zusätzliche Produktionsbasis, die mittelfristig weiteres Wachstum ermöglichen könnte.
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