Plastic Manufacturing Group: 160 Jobs fallen in Diepersdorf weg
29.01.2026 - 21:24:19Die insolvente Plastic Manufacturing Group baut 160 Stellen am Hauptstandort ab. Ein Sozialplan soll die Folgen mildern, während mehrere Investoren Interesse an einer Übernahme der gesamten Gruppe bekundet haben.
Die Entscheidung ist schmerzhaft, aber laut Insolvenzverwalter Volker Böhm unvermeidlich, um den Automobilzulieferer zu sanieren. Nach der Information der Belegschaft am Mittwoch herrscht nun Klarheit. Gleichzeitig gibt es einen Hoffnungsschimmer: Das vorhandene Investoreninteresse könnte den verbleibenden rund 785 Mitarbeitern an allen Standorten eine Zukunftsperspektive bieten.
Sozialplan und Stellenbörse für betroffene Mitarbeiter
Der Stellenabbau konzentriert sich ausschließlich auf den Hauptsitz in Diepersdorf im Landkreis Nürnberger Land. Von den 160 betroffenen Stellen erhalten etwa 120 Beschäftigte noch im Januar ihre Kündigung. Weitere 40 Stellen entfallen durch das Auslaufen befristeter Verträge. Betroffen sind Mitarbeiter aus Fertigung, Logistik und weiteren Abteilungen.
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Der vereinbarte Sozialplan soll die wirtschaftlichen Folgen abfedern. Um den Übergang zu erleichtern, arbeitet Insolvenzverwalter Böhm mit der Agentur für Arbeit und dem Landkreis zusammen. Eine eigens eingerichtete Stellenbörse soll gekündigten Mitarbeitern den direkten Kontakt zu neuen Arbeitgebern in der Region ermöglichen.
Restrukturierung als Lockmittel für Investoren
Der Personalabbau ist eine zentrale Säule des Sanierungskonzepts. Ziel ist es, die Profitabilität wiederherzustellen und das Unternehmen für Käufer attraktiv zu machen. Die Bemühungen zeigen Wirkung: Es liegen bereits mehrere indikative Kaufangebote für die gesamte Gruppe vor.
Doch die potenziellen Investoren knüpfen eine Übernahme an eine klare Bedingung: Das Unternehmen muss schnell wieder schwarze Zahlen schreiben. Die nun eingeleiteten Maßnahmen sind daher entscheidend für den Verkaufserfolg. In den kommenden Wochen sollen konkrete Verhandlungen beginnen. Der Geschäftsbetrieb läuft unterdessen uneingeschränkt weiter.
Branchenkrise trieb Zulieferer in die Insolvenz
Die Krise der Plastic Manufacturing Group, die Kunststoffteile für große Automobilhersteller fertigt, ist kein Einzelfall. Im November 2025 mussten alle drei deutschen Gesellschaften der Gruppe Insolvenz anmelden.
Hauptursachen waren hohe Verluste, die die Gesellschafter nicht mehr auffangen konnten. Die Lage verschärfte eine branchenweite Krise: sinkende Pkw-Nachfrage in Europa und explodierende Kosten für Energie und Rohstoffe trafen den Mittelständler voll.
Entscheidende Wochen für die Zukunft der Standorte
Nun beginnt die heiße Phase. Die Verhandlungen mit Investoren werden über die Zukunft der verbliebenen Arbeitsplätze an allen Standorten entscheiden. Ein erfolgreicher Verkauf könnte dem Unternehmen mit seinem Fertigungs-Know-how und Kundenstamm eine langfristige Perspektive sichern.
Für die betroffenen Mitarbeiter in Diepersdorf steht die Neuorientierung an. Ihre Situation ist auch ein Beispiel für den harten Anpassungsdruck, unter dem die deutsche Automobilzulieferindustrie aktuell steht.
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