POET, Klagefrist

POET: Klagefrist 29. Juni nach Celestial-Stornierung

13.05.2026 - 10:54:53 | boerse-global.de

Sammelklagen wegen PFIC-Status und Kurssturz belasten POET, während der Umzug in die USA das Steuerproblem lösen soll.

POET: Klagefrist 29. Juni nach Celestial-Stornierung - Foto: über boerse-global.de
POET: Klagefrist 29. Juni nach Celestial-Stornierung - Foto: über boerse-global.de

POET Technologies steuert auf einen heiklen Doppeltermin zu. Gegen das Photonik-Unternehmen laufen mehrere Wertpapier-Sammelklagen, während der Verwaltungsrat einen Umzug des Firmensitzes in die USA vorbereitet. Brisant ist der Mix: Steuerstatus, verlorene Kundenaufträge und eine Aktie, die nach einem schweren Einbruch wieder kräftig angesprungen ist.

Klagen erhöhen den Druck

Im Zentrum der Klagen steht der mögliche PFIC-Status des Unternehmens. Diese Einstufung kann US-Aktionäre mit aufwendigen Steuererklärungen und nachteiliger Besteuerung treffen. Die Kläger werfen POET vor, die Wahrscheinlichkeit und die praktischen Folgen dieser Einstufung nicht ausreichend deutlich gemacht zu haben.

Ein zweiter Vorwurf betrifft öffentliche Aussagen von CFO Thomas Mika. Er soll am 21. April 2026 in einem Interview Details zur Lieferbeziehung mit Celestial AI genannt haben. Celestial AI war zuvor von Marvell Semiconductor übernommen worden.

Kurz darauf kam der harte Markteffekt. Am 27. April 2026 wurde die Stornierung einer Celestial-AI-Bestellung bekannt. Die Aktie brach um 47,3 Prozent ein und schloss bei 7,95 Dollar.

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Mehrere US-Kanzleien, darunter Pomerantz LLP und Bronstein, Gewirtz & Grossman, haben Klagen vor einem Bundesgericht in New Jersey eingereicht. Die Ansprüche betreffen Käufe vom 1. bis 27. April 2026; die Frist für eine Bewerbung als leitender Kläger endet am 29. Juni. Eine Sammelklägerklasse wurde bislang nicht zugelassen, ein Gerichtsurteil zu den Vorwürfen liegt nicht vor.

US-Domizil soll PFIC-Risiko entschärfen

Der Verwaltungsrat hat einen Plan für die Verlegung des Unternehmenssitzes von Kanada in die USA gebilligt. CFO Mika erklärte, POET gehe davon aus, für 2026 nicht als PFIC zu gelten. Der Schritt soll das Thema künftig strukturell entschärfen, weil POET dann nicht mehr als ausländische Gesellschaft gelten würde.

Falls eine Zustimmung der Aktionäre nötig ist, soll der Punkt auf die Tagesordnung der Haupt- und Sonderversammlung am 26. Juni 2026. Der Termin liegt nur wenige Tage vor der Klagefrist. Das macht den Juni zu einem wichtigen Test für Governance und Vertrauen.

Aktie erholt sich trotz Rechtsrisiken

Trotz der juristischen Baustellen hat sich die Aktie deutlich erholt. In der vergangenen Woche legte sie rund 50 Prozent zu und holte damit einen großen Teil der Verluste nach der Auftragsstornierung auf. Geholfen haben dürfte auch der Start des gehebelten Defiance-ETF POEL, der auf die tägliche Kursbewegung von POET zielt.

Am 12. Mai 2026 erreichte die Aktie im Tagesverlauf 15,18 Dollar und fiel zeitweise auf 12,97 Dollar. Das Handelsvolumen lag bei 85,26 Millionen Aktien. Die hohe Aktivität zeigt, wie spekulativ der Titel aktuell gehandelt wird.

Operativ bleibt POET im Aufbau. In Malaysia soll die Produktion von Lichtquellen im laufenden Quartal hochlaufen. Für das Folgequartal peilt das Unternehmen 800G-optische Engines an; im Gesamtjahr erwartet POET mehr als 30.000 ausgelieferte optische Engines.

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Finanziell ist der Abstand zwischen Ambition und Umsatz noch groß. Im Schlussquartal 2025 meldete POET einen Nettoverlust von 42,7 Millionen Dollar bei Erlösen von 341.000 Dollar.

Die hohe Liquidität verschafft Zeit. Der Kassenbestand liegt bei 430 Millionen Dollar, gestützt durch eine Kapitalaufnahme über 375 Millionen Dollar. Bei einem geschätzten jährlichen Mittelabfluss von 40 bis 50 Millionen Dollar reicht der Spielraum für mehrere Jahre.

Am 20. Mai legt POET neue Zahlen vor; im Blick stehen Lieferfortschritte und mögliche Kundenaufträge. Danach folgen die geplante Hauptversammlung am 26. Juni und die Klagefrist am 29. Juni. Diese Abfolge entscheidet, ob der Kursaufschwung durch operative Fakten und bessere Governance untermauert wird.

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