Polizei, Kampagnen

Polizei geht mit neuen Kampagnen gegen Smartphone-Diebstahl vor

26.01.2026 - 22:00:12

Deutsche Polizeibehörden starten eine neue Offensive gegen Smartphone-Diebstähle. An Bahnhöfen und in Innenstädten reagieren sie mit Aufklärung und mehr Präsenz auf steigende Fallzahlen und professionelle Diebesbanden.

Mehrere Polizeidirektionen haben Anfang 2026 neue Initiativen gestartet. In Hannover laufen die „Aktionswochen gegen Trickbetrug und Trickdiebstahl“, die Hamburger Polizei setzt auf die Kampagne „Lifehacks gegen krumme Dinger“. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Tricks der Täter zu schärfen. Parallel hat die Bundespolizei ihre Präsenz an Bahnhöfen deutlich erhöht.

Hintergrund sind die Zahlen der Kriminalstatistik: Für 2024 verzeichnete sie über 107.000 Taschendiebstähle. Ermittler gehen davon aus, dass ein großer Teil davon auf das Konto organisierter, international agierender Banden geht.

Von Rempeln bis PIN-Ausspähen: Die Tricks der Diebe

Die Täter nutzen das Gedränge an Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln gezielt aus. Ihre Methoden reichen von altbekannten bis zu hochmodernen Tricks:

  • Rempel-Trick: Im Gedränge wird das Opfer abgelenkt, während die Tasche geleert wird.
  • Antanz-Trick: Vorgetäuschte Freundlichkeit schafft Nähe für den Diebstahl.
  • Beschmutzer-Trick: Eine angebliche Hilfeleistung nach einer „Verseuchung“ dient als Ablenkung.

Besonders gefährlich ist der zunehmende Trend des „Shoulder Surfing“. Hier spähen Diebe zunächst die PIN des Smartphones aus – etwa in der U-Bahn oder im Café. Stehlen sie das Gerät später, haben sie den Generalschlüssel für Identitätsdiebstahl. Innerhalb weniger Minuten können sie auf Banking-Apps zugreifen, Passwörter ändern und Konten leerräumen.

So schützen Sie sich: Tipps von Polizei und Herstellern

Die Polizei appelliert an die Eigenverantwortung und gibt klare Verhaltenstipps:

  • Tragen Sie Wertsachen eng am Körper in verschlossenen Innentaschen.
  • Nehmen Sie Rucksäcke in Menschenmengen vor den Bauch.
  • Geben Sie Ihre PIN mit derselben Diskretion ein wie am Geldautomaten.

Auch die Technik hilft: Moderne Smartphones bieten erweiterte Sicherheitsfunktionen. Bei iOS etwa verlangt der „Schutz für gestohlene Geräte“ für kritische Änderungen eine biometrische Authentifizierung, sobald sich das Telefon nicht an einem vertrauten Ort befindet. Verbraucherschützer raten dringend, solche Funktionen zu aktivieren und Fernortungs-Apps einzurichten.

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Videoüberwachung führt zu schnellen Fahndungserfolgen

Eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung spielt die Videoüberwachung an Bahnhöfen. Aktuelle Fälle zeigen, wie schnell Täter dadurch gefasst werden können:

  • In München führte die Auswertung von Aufnahmen zur Ergreifung eines Diebes, der ein Smartphone aus einem Pausenraum stahl.
  • In Berlin konnte ein Täter, der einen schlafenden Reisenden bestahl, durch eine Kombination aus Handyortung und Videobildern im Hauptbahnhof festgenommen werden.
  • Die Polizei betont: Eine sofortige Anzeige ist entscheidend. Jüngste Festnahmen in Stuttgart, bei denen zwei Tatverdächtige nach einem Zugdiebstahl geschnappt wurden, unterstreichen die Effektivität des schnellen Handelns.
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