AKTIEN IM FOKUS: Bessere Aussichten von Nike stĂŒtzen Adidas und Puma
27.06.2025 - 11:36:43 | dpa.deDie Nike-Papiere schnellten im vorbörslichen US-Handel um knapp 10 Prozent nach oben. Dies entsprÀche im regulÀren Handel dem höchsten Stand seit mehr als drei Monaten.
FĂŒr die Aktien von Adidas ging es an der Dax-Spitze um 3,8 Prozent auf 199,40 Euro nach oben, nachdem sie am Vortag in einem eigentlich insgesamt positiven Gesamtmarkt auf ein Tief seit April abgerutscht waren. FĂŒr das Jahr 2025 steht aber immer noch ein Minus von rund 16 Prozent zu Buche. Puma gewannen am Freitag zuletzt 4,8 Prozent auf 23,16 Euro und stiegen auf ein Hoch seit Ende Mai. Seit Jahresbeginn ist die Kursbilanz mit minus 48 Prozent aber immer noch extrem schwach.
Nike machte Investoren Hoffnung, dass sich bei seiner schon lĂ€nger schwachen Entwicklung eine Trendwende abzeichnet. Zudem will das Unternehmen die hohen Zusatzkosten durch die US-Zölle auf Einfuhren aus ProduktionslĂ€ndern nach und nach vollstĂ€ndig durch MaĂnahmen ausgleichen. Das Zollthema lastet schon eine Weile auf der Branche. Der Sportartikel-Riese hatte auch zum Ende seines GeschĂ€ftsjahres 2024/25 mit UmsatzrĂŒckgĂ€ngen zu kĂ€mpfen. Diese fielen jedoch nicht so stark aus, wie im Vorfeld befĂŒrchtet.
FĂŒr das erste GeschĂ€ftsquartal rechnet Nike beim Umsatz nur noch mit einem RĂŒckgang im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem der Erlös zuletzt zweistellig gefallen war. Analysten hatten mit einem deutlich schwĂ€cheren Umsatzziel gerechnet. Einen konkreten Ausblick auf das neue GeschĂ€ftsjahr blieben die Amerikaner wegen der unsicheren Lage, etwa durch die US-Zollpolitik, aber schuldig.
Bei den Analysten kamen die Nachrichten von Nike insgesamt gut an. Ergebnisse, Ausblick und Signale hÀtten ihr Vertrauen enorm gestÀrkt, dass das optimale Szenario langsam RealitÀt werde, bemerkte Krisztina Katai von Deutsche Bank Research. Der negative Ergebnistrend scheine endlich vorbei zu sein.
Auch Randal Konik vom Analysehaus Jefferies wertete die Entwicklung positiv. Der Wettbewerbsdruck lasse nach, Nike schneide besser ab und in Zukunft werde es einfacher, die Vergleichszahlen zu ĂŒbertreffen.
Matthew Boss von der US-Bank JPMorgan kappte zwar seine ErgebnisschĂ€tzungen fĂŒr die GeschĂ€ftsjahre 2025/26 und 2026/27, traut Nike aber zwischen 2026 und 2029 eine Ergebnissteigerung von durchschnittlich 20 Prozent per annum zu.
"Das Schlimmste ist vorbei", schrieb Lorraine Hutchinson von der Bank of America. Sie rechnet mit einer RĂŒckkehr der Amerikaner auf den Wachstumspfad bereits im zweiten Halbjahr.
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