AKTIE IM FOKUS: Fresenius gefragt - 'Top Pick' von Morgan Stanley und JPMorgan
14.10.2025 - 13:25:05Analystin Aisyah Noor von Morgan Stanley hob ihr Kursziel an und nannte die Aktie ihren favorisierten Wert innerhalb der Medizintechnik- und -dienstleisterbranche.
Auch fĂŒr JPMorgan-Analyst David Adlington ist Fresenius ein "Top Pick". Vor den am 5. November erwarteten Quartalszahlen setzte er die Aktie auf "Positiv Catalyst Watch". Damit sieht er sie auch kurzfristig als sehr aussichtsreich an. Zudem bekrĂ€ftigte er das Papier auf der "Analyst Focus List" fĂŒr Werte, die eine besondere Beobachtung verdienen und bestĂ€tigte seine "Overweight"-EinschĂ€tzung.
Die Aktie des Krankenhausbetreibers und Medizinprodukte-Herstellers gewann zur Mittagszeit 1,1 Prozent auf 48,60 Euro und wurde an diesem insgesamt schwachen Handelstag obendrein gestĂŒtzt von ihren defensiven QualitĂ€ten. Aktien dieser Kategorie sind weniger von der allgemeinen Wirtschaftslage abhĂ€ngig als etwa Industrieaktien.
Doch nicht nur, dass Fresenius am Dienstag zu den Spitzenwerten im Dax DE0008469008 zÀhlte: Im bisherigen Jahresverlauf hat das Papier inzwischen bereits um 45 Prozent zugelegt, womit es auch in diesem Zeitraum zu den am deutlichsten gestiegenen Werten im deutschen Leitindex zÀhlt.
Analystin Noor ist zwar fĂŒr die europĂ€ische Medizintechnikbranche nun neutral gestimmt. Fresenius jedoch ist unter den 14 von ihr beobachteten Werten ihr "Top Pick".
Das Branchenwachstum dĂŒrfte sich bis 2026 zwar beschleunigen, doch wachse der gesamtwirtschaftliche Gegenwind, schrieb sie. Zölle, die GeschĂ€fte in China und die Wechselkurse sorgten fĂŒr Ergebnisrisiken. Daher sei attraktiv bewerteten Aktien mit spezifisch positivem Wachstum der Vorzug zu geben und hier stehe Fresenius in der ersten Reihe. Fresenius biete wegen des GeschĂ€ftserfolgs im Bereich Biopharma, des RĂŒckenwinds durch Erstattungen in Deutschland und abgesicherten Zoll-, Devisen- und China-GeschĂ€ften "eine optimale Kombination fĂŒr das mittelfristige Gewinnpotenzial".
Sie hob wegen der Sparten Helios und Biopharma ihre UmsatzschĂ€tzungen fĂŒr 2026 an und setzte ihr Kursziel von 50 auf 55 Euro hoch. Die Einstufung mit "Overweight" wurde bekrĂ€ftigt. In einem Zeitraum von 12 bis 18 Monaten erwartet sie daher eine ĂŒberdurchschnittliche Gesamtrendite der Aktie im Vergleich zu den anderen von ihr beobachteten Branchenwerten.
"Das Unternehmen sei eine der besten Selbsthilfe-Stories im Sektor. Nach der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care DE0005785802 im November 2023 und Vamed im Mai 2024 richtet sich der Fokus inzwischen auf die Sparte Kabi", schrieb sie. Dort dĂŒrften die erfolgten Biosimilar-EinfĂŒhrungen mittelfristig weiteres Potenzial fĂŒr Wachstum und Margensteigerungen freisetzen.
JPMorgan-Experte Adlington fokussierte sich in seiner Studie vor allem auf Helios. Nach einem GesprĂ€ch mit Konzernchef Michael Sen kommt er zu dem Schluss, dass die Krankenhaussparte im neuen Jahr wegen neuer ZuschlĂ€ge fĂŒr KrankenhĂ€user und inflationsbedingt steigender Fallpauschalen positiv ĂŒberraschen könnte. Dies dĂŒrfte "mit den Zahlen zum dritten Quartal in die MarktschĂ€tzungen einflieĂen", schrieb er.

